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3253 persönliche Aquarelle im Kunstmuseum

Wolfsburg 3253 persönliche Aquarelle im Kunstmuseum

Wo geht es lang? Welchen Eingang ist der richtige? In der nächsten Ausstellung des Kunstmuseums muss der Besucher sich ständig entscheiden - genauso wie im wahren Leben. Deshalb will der dänische Künstler Jeppe Hein auch niemandem Entscheidung abnehmen. Gerade ist er in Wolfsburg und arbeitet für seine bislang größte Schau. Sie heißt „This Way“, Eröffnung ist am Samstag, 14. November, um 19 Uhr.

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Ein ganz persönliches Tagebuch: Jeppe Hein vor seinen Aquarellen im Kunstmuseum.

Quelle: Roland Hermstein

„Es ist ein Wahrnehmungsparcours“, erklärt Jeppe Hein. Dafür verwandelt sich die große Halle in ein Labyrinth mit kleinen, großen, drei-, vier- oder vieleckigen Räumen. Im Foyer ist schon die erste Installation zu sehen: ein Meer aus blauen Aquarellstrichen. Allein der Anblick entspannt - Entspannung kam auch bei Jeppe Hein auf, als er die Arbeit malte. Einatmen, ausatmen - das machte er bei jedem Pinselstrich.

Der Künstler beschäftigt sich seit seinem Burnout 2009 viel mit Atemübungen, Yoga, reflektiert sein Leben, gewinnt neue Erkenntnisse. Und das hat Einfluss auf seine Kunst genommen. Ganz wichtig für seine Genesung waren die 3253 Aquarelle, die entstanden sind. „Immer, wenn es Probleme gab, habe ich eins gemalt“, erzählte Jeppe Hein. Auf vielen stehen kurze Statements wie „To much me“ oder „Bad Day“. Im ersten Jahr entstanden 913 dieser Bilder, mittlerweile sind es über 3000. „Einige muss ich noch malen“, so Jeppe Hein. Alle sind in der Ausstellung zu sehen - eine Premiere für dieses ganz persönliche Tagebuch.

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