Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
3000 kaputte Autos: Ausbeulen in Sonderschichten

Wolfsburg 3000 kaputte Autos: Ausbeulen in Sonderschichten

Vor einer gigantischen logistischen Herausforderung sieht sich das Autohaus nach dem Hagelsturm vor knapp zwei Wochen. 3000 Kunden warten auf die Reparatur ihrer Autos, 1000 eigene Fahrzeuge wurden ebenfalls beschädigt - gearbeitet wird fast rund um die Uhr, teils auch am Wochenende.

Voriger Artikel
Auffahrunfall in Vorsfelde: Drei Verletzte
Nächster Artikel
Geringe Budgets, lange Wartezeit?

Ausbeulen im Akkord: Rund 3000 Kunden wollen im Autohaus Wolfsburg ihre Wagen nach dem schlimmen Hagelsturm reparieren lassen. In der Werkstatt werden Sonderschichten gefahren.

Quelle: Photowerk (mv)

Und: Wer ausbeulen kann, wurde aus anderen Standorten nach Wolfsburg beordert.

Normalerweise würde die Abarbeitung der Schäden bis Jahresende dauern, das Autohaus Hotz und Heitmann will es in zwei Monaten meistern. „Das ganze Team zieht toll mit“, sagt Unternehmenssprecher Christian Roth. Überall warten neue Scheiben auf den Einbau, in jedem Winkel werden Dellen aus dem Blech gedrückt, Gutachter der Versicherungen schleusen Auto für Auto durch. An der Nordhoffstraße wurden drei 500-Quadratmeter-Zelte als provisorische Werkhallen aufgebaut, die Galerie des Gebrauchtwagenzentrums wurde zur Werkstatt umfunktioniert. „Wir arbeiten, wo Platz ist“, sagt Vertriebschef Axel Kaczmarek.

400 kaputte Scheiben wurden bereits getauscht, 200 stehen noch aus. Einschläge im Blech machen den Großteil aus, von der kleinen Delle bis hin zum Monsterschaden. Kaczmarek: „Wir haben an einzelnen Autos 1000 Dellen gezählt, manche Kunden hatten Tränen in den Augen.“ Die konnte er beruhigen: „Wir kriegen das meiste sanft ausgebeult“ - ansonsten wird gespachtelt und lackiert. Zehn Ausbeulprofis sind ohnehin in Wolfsburg vor Ort, weitere 40 wurden aus allen 23 Standorten zusammen gezogen. Auch unbeschädigte Fahrzeuge für den Verkauf wurden aus anderen Lagerstätten hierher transportiert. „Unser normales Geschäft muss ja weitergehen“, sagt Kaczmarek. Auch die Kunden mit einem normalen Inspektionstermin wollen bedient werden - dafür legen 1000 Mitarbeiter am Standort so manche Überstunde ein. Und das noch für Monate.

fra

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr