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Stadt Wolfsburg 18-jähriger Wolfsburger baut Cannabis in eigener Wohnung an
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 18-jähriger Wolfsburger baut Cannabis in eigener Wohnung an
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00:20 27.01.2019
Wegen des unerlaubten Anbaus von Marihuana musste sich jetzt ein 18-jähriger Wolfsburg vor dem Amtsgericht verantworten. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Jetzt wurde der 18-Jährige vom Amtsgericht Wolfsburg wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln zu 100 Euro Geldstrafe verurteilt. Zudem bekam er eine Drogenberatung aufgebrummt.

Wolfsburger rief selbst die Polizei

Der 18-Jährige hatte am 11. September 2018 selbst die Polizei gerufen, um einen Einbruch in einem Mehrfamilienhaus am Burgwall zu melden. Als die Polizeibeamten die Wohnung des Anrufers betraten, um den Einbruchs-Fall aufzunehmen, rochen sie bereits das typische Marihuana-Aroma und sahen dann drei Töpfe mit jeweils circa 15 Zentimeter hohen Cannabis-Pflanzen.

Angeklagter legt volles Geständnis ab

In der Verhandlung vor dem Amtsgericht legte der Angeklagte ein volles Geständnis ab: „Ich konsumiere ab und zu Marihuana. Das mit den Pflanzen war eine Dummheit, das werde ich nicht mehr machen.“

Fehlendes Unrechtsbewusstsein

Auf weitere Nachfragen der Richterin offenbarte sich aber ein noch nicht ganz klar strukturiertes Unrechtsbewusstsein: Obwohl der junge Mann in den vergangenen drei Jahren bereits eine Drogentherapie und weitere erzieherische Maßnahmen absolviert hatte, kommt er offensichtlich nicht vom Marihuana-Rauchen los. Und findet das auch gar nicht schlimm: „Der Konsum ist eigentlich keine Bedrohung für mich. Ich gehe ja jeden Tag zur Arbeit.“

Staatsanwalt redet dem Angeklagten ins Gewissen

Aber genau an dieser Stelle wird sich jetzt der weitere Lebensweg des Heranwachsenden entscheiden, stellte der Staatsanwalt klar: „Sie wollen im August eine Ausbildung zum Gärtner beginnen. Was meinen Sie denn, hält Ihr Arbeitgeber davon, dass Sie kiffen? Und einen Führerschein braucht man für den Beruf auch. Den bekommen Sie aber nicht, wenn Sie Betäubungsmittel konsumieren!“

Reifeverzögerungen

Da die Staatsanwaltschaft übereinstimmend mit dem Jugendamt und dem Gericht gewisse Reifeverzögerungen bei dem gerade erst Volljährigen konstatierte, wurde nach dem Jugendstrafrecht geurteilt. Der Staatsanwalt machte aber deutlich: „Sie stehen jetzt an einer entscheidenden Weiche für Ihr Leben: Schlagen Sie den Weg des Drogenkonsumenten und Straftäters weiter ein oder entscheiden Sie sich jetzt für den Beruf, einen Führerschein und gegen das Kiffen? Sie haben jetzt die Chance, die Weichen für Ihr Leben neu zu stellen!“

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