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160 Busfahrer der WVG waren im Streik

Arbeitskampf 160 Busfahrer der WVG waren im Streik

Arbeitskampf im ÖPNV: Der Betriebshof in der Borsigstraße wurde am Freitag blockiert. Subunternehmen ermöglichten den Linienverkehr trotzdem – allerdings nur zu 30 Prozent.

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WVG-Streik: Der Fahrdienst bezog Stellung in der Borsigstraße. Bus-Kunden mussten sich auf lange Wartezeiten einstellen.

Quelle: Fotos: Boris Baschin

Wolfsburg. Warnstreik im Fahrdienst: Der Freitag begann für die Frühschicht der Busfahrer, die bei der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft (WVG) beschäftigt sind, um 3.45 Uhr mit der Blockade des Betriebshofs in der Borsigstraße: Busse wurden quer vors Tor gestellt. Insgesamt verweigerten laut Betriebsrat 160 Mitarbeiter den Dienst.

Die Touren wurden von Fahrern der Subunternehmer bedient, sie deckten zumindest 30 Prozent des Linienverkehrs ab. Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft Verdi, die zum Streik aufrief, erreichen, dass die kommunalen Arbeitgeber auf Landesebene über eine Erhöhung des Weihnachtsgelds verhandeln. Es sei einer der wenigen Bereiche, in dem die Mitarbeiter im ÖPNV direkt Einfluss nehmen könnten. Bei sonstigen Lohnfragen werde auf Bundesebene über Tarife verhandelt, und dabei seien die Busfahrer nach und nach abgehängt worden, kritisiert Ulrich Stanko, Vorsitzender des Betriebsrats der WVG.

Es gebe viele Ungerechtigkeiten. „Wir haben Schichtarbeit ohne Schichtzulage und unsere Fahrer verdienen so wenig, dass sie sich keine Wohnung in Wolfsburg leisten können. Deshalb haben wir schon Probleme, Personal zu bekommen. Und Auszubildende kriegen wir gar nicht für das bisschen Geld.“ Die Weihnachtsgeld-Zulage wäre aus seiner Sicht zumindest ein kleiner Trost. „In den Skiurlaub fährt damit keiner.“

Seit der letzten Erhöhung 2014 werden 86 Prozent des Monatslohns zu Weihnachten als Sonderzahlung gebucht, Verdi fordert eine Erhöhung auf 100 Prozent. Dass die Arbeitgeber darüber nicht verhandeln wollen, betrachten die Gewerkschafter als arrogant. „Sie sitzen es aus und die Kunden müssen es ausbaden“, so Stanko.

In Braunschweig, Hannover und Göttingen sind die nächsten Aktionen geplant. Die Fronten sind verhärtet.

Von Andrea Müller-Kudelka

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