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13.000 DDR-Bürger kamen: Kuchen, Kino und die WAZ

1989: Der Mauerfall 13.000 DDR-Bürger kamen: Kuchen, Kino und die WAZ

Am ersten Wochenende nach der Grenzöffnung erlebte Wolfsburg einen Massenansturm. Über 13.000 DDR-Bürger kamen mit dem Auto oder Zug, die WAZ titelte: „Wolfsburg fest in DDR-Hand“.

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Warmer Empfang für DDR-Bürger: Freie Getränke, Spielzeug, und kostenlose Telefonate bei der WAZ.

Quelle: Fotos: Archiv

Die Besucher wurden begeistert begrüßt. Stadtverwaltung, Post und Deutsche Bank zahlten auch am Wochenende das Begrüßungsgeld von 100 D-Mark aus. Wobei in der Stadtkasse des Rathauses das Geld ausging: Die Sparkasse half mit Noten aus den Geldautomaten und dem Haupttresor, über 100.000 D-Mark brachten Kuriere zu Fuß. Die Geschäfte sahen die DDR-Bürger nicht nur als neue Kunden, sondern ließen sich auch Überraschungen einfallen. Bei Cadera gab es für DDR-Bürger umsonst Kuchen, Kino-Chef Hans Pohl gewährte freien Einlass ins Imperial, Mitarbeiter von Hempel sammelten Geld und beschenkten DDR-Bürger mit Lebensmitteltüten. Auch die WAZ machte mit. Sie verteilte eine kostenlose Zeitung mit Infos und wichtigen Anlaufpunkten an die DDR-Bürger, außerdem konnten sie in der WAZ-Geschäftsstelle kostenlos mit Verwandten in der Bundesrepublik telefonieren.

Überall gab es Stände mit Südfrüchten, die in der DDR stets Mangelware waren. Allerdings gab es hier auch schwarze Schafe: So bot ein Händler direkt vor dem Bahnhof Apfelsinen für eine Mark pro Stück an, Passanten warnten die DDR-Besucher allerdings schnell vor dem massiv überhöhten Preis.

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