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Zu breit: Pflanzschalen am Grab müssen weg

Wolfsburg-Ehmen Zu breit: Pflanzschalen am Grab müssen weg

Ehmen. Wiehert da der Amtsschimmel? Die Stadt verlangt von Erwin Sartorius, auf dem Südfriedhof in Ehmen zwei Pflanzkübel vom Urnengrab seiner Familie zu entfernen - auch, weil sie wenige Zentimeter auf den Rasen neben dem Grab ragten. „Der eine Lebensbaum steht dort seit 2012“, sagt der 46-Jährige. „Und seither hatte sich nie jemand beschwert.“

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Friedhofs-Ärger in Ehmen: Erwin Sartorius ist sauer, weil er zwei Pflanzenkübel entfernen soll - unter anderem, weil sie wenige Zentimeter auf den Rasen ragen.

Quelle: Britta Schulze

Das änderte sich Ende Juni. Im Rahmen einer Begehung seien die „Pflanzschalen außerhalb der Grabstätte“ festgestellt worden, teilte die Verwaltung schriftlich mit - und verlangte mit Verweis auf diverse Paragrafen der Satzung die Entfernung. Begründung auf mündliche Nachfrage: Die Gärtner könnten den Rasen sonst nicht mähen. „Den schneide ich zwar immer selbst runter“, sagt Erwin Sartorius. Aber um des lieben Friedens Willen sagte er zu, die Bäumchen in kleinere Schalen zu pflanzen, die nicht mehr über den Rand ragen. Da hatte der Mann die Rechnung aber ohne das Rathaus gemacht. Die Kübel seien „Dauereinrichtungen“ - und die sind gar nicht erlaubt.

Erwin Sartorius versteht die Welt nicht mehr. Ein Lebensbäumchen steht dort seit vier Jahren, nie habe sich jemand beschwert, vor kurzem kam die zweite Pflanzschale dazu, die auch niemanden störe - „ich sehe das als reine Willkür an“, ärgert er sich.

Weit gefehlt, sagt die Stadt, die aus rechtlichen Gründen nicht auf den konkreten Fall eingehen mag. Grundsätzlich sei die Platten-Umrandung ums eigentliche Grab nicht zum dauerhaften Aufstellen irgendwelcher Dinge gedacht, sondern zum Herantreten ans Grab. Handle es sich nur um einen vorübergehenden Zustand und gebe es weder Beschwerden noch eine Behinderung der Mäharbeiten, würden Ausnahmen geduldet.

So war es wohl auch vier Jahre lang in Ehmen - bis die zweite Pflanzschale kam...

fra

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