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Fallersleben Zehnte Töpferkachel geht an das Torschreiberhaus
Wolfsburg Fallersleben Zehnte Töpferkachel geht an das Torschreiberhaus
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22:50 30.09.2014
Ehrung: Bärbel Weist (r.) und Hannelore Hartmann (l.) überreichten Brigitte und Hans-Hendrik Kausche die Kachel. Quelle: Boris Baschin
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„Das Haus in der Westerstraße 17 hat eine besondere Bedeutung für Fallersleben“, betont Bärbel Weist, Ortsbürgermeisterin und Vorsitzende des Denkmalvereins. Schon im 13. Jahrhundert stand hier ein Gebäude, in dem ein Torschreiber saß - er kassierte von Durchreisenden Zoll. Der Erbauer des jetzt sanierten Fachwerkhauses hieß Hans Heinrich Grußendorf (1733). Weitere Besitzer ließen sich nur schwer ermitteln. „Es war ein Freihaus. Das heißt, dass die Bewohner keine Steuern zahlen mussten - deshalb gibt es kaum Aufzeichnungen“, erklärt Weist.

Jahrelang fürchteten die Fallersleber, dass das traditionsreiche Gemäuer verfallen würde, weil das Land auf der ganzen Welt nach Erben suchte, bevor es verkauft werden durfte. 2011 aber bekam Brigitte Kausche den Zuschlag. Ein Glücksfall, denn die Zimmerei Kausche - seit dem 19. Jahrhundert ansässig - brachte das nötige Fachwissen mit, um das Gebäude wieder herzurichten.

„Wir wollten uns gern ein Denkmal errichten“, nennt Brigitte Kausche als einen Grund für den Kauf. Das ist gelungen: Das Dach ist erneuert, die Fundamente neu gegossen und jetzt läuft der Innenausbau - ganz traditionell mit einer Lehm-Dämmung. Weist lobte „Fingerspitzengefühl und Kompetenz“ von Hans-Hendrik Kausche, der die Arbeiten vor allem in den Wintermonaten erledigte, damit Kunden nicht warten mussten.

Über die Kachel, die Hannelore Hartmann getöpfert hat, freuten sich Kausches sehr.

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