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Wolfsburger Pfarrer Holger Hermann geht schon im Januar

Michaelisgemeinde in Fallersleben: Wolfsburger Pfarrer Holger Hermann geht schon im Januar

Der Abschied aus Fallersleben kommt für die gesamte Pastorenfamilie schneller als gedacht. Holger Hermann folgt seiner Frau in Richtung Nordwesten und arbeitet ab Februar wieder in der alten Heimat in Verden – als Gemeinde- und Berufsschulpfarrer.

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Abschied kommt schneller als gedacht: Pastor Holger Hermann (l.) und Kirchenvorstandsvorsitzender Peter Bauer informierten über die Veränderungen in der Michaelisgemeinde 2018.
 

Quelle: Sebastian Bisch

Fallersleben.  Die Fallersleber hofften vergebens, dass ihnen ein Teil der Pastoren-Familie Hermann bis zum Sommer erhalten bleibt: Früher als gedacht folgt Pfarrer Holger Hermann seiner Frau nach Nordwesten. Sie tritt am 1. Januar eine Stelle als Militärseelsorgerin in Nienburg/Weser an (WAZ berichtete), er ist ab 1. Februar Pfarrer der St.-Nikolai-Gemeinde in Verden/Aller, unterrichtet dort auch an der Berufsschule.

40 Kilometer liegen dann zwischen der Clausewitz-Kaserne mit Ute Ravens-Hermann und dem Arbeitsplatz ihres Mannes. Es ist die Rückkehr in eine alte Heimat, die sie vor 13 Jahren Richtung Fallersleben verließen. „Alle unsere Kinder sind in Verden geboren“, erzählt der 57-Jährige, seit Oktober Opa. Als Elternzeitvertretung unterrichtete er damals schon an der Berufsschule. „Eine Kollegin hat mich sogar wiedererkannt.“ Unvergesslich gemacht hat sich Holger Hermann in Fallersleben. Er initiierte die „Bürgerkanzel“, gründete eine Trauerbewältigungsgruppe, brachte mit dem Lauftreff auch Kollegen in Bewegung. „Ich war hier auch sehr gern Hochzeitspastor“, ergänzt er.

„Alle sind sehr betrübt“, betont Kirchenvorstands-Chef Peter Bauer, dem der Abschied „viel zu plötzlich“ kommt. Auch Martyna Beata Pieczka, Pastorin auf Probe in Mörse, verabschiedet sich im Januar und im Kirchenvorstand steht im März ein Generationenwechsel an.

Die pastorale Vakanz überbrücken mit Andreas Salefsky und Martin Berndt zwei pensionierte Seelsorger. „Echte Überzeugungstäter“, so Hermann. Seine letzte Predigt wird er am 21. Januar halten – und am gleichen Tag um 16 Uhr die Antrittspredigt in Verden. „Es gibt dann ein Einspruchsrecht von einer Woche“, sagt er. „Aber leider nur für Gemeindemitglieder aus Verden“, bemerkt Bauer.

Von Andrea Müller-Kudelka

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