Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Wirbel um tote Fische

Wolfsburg-Mörse Wirbel um tote Fische

Mörse. Wirbel um einen Betonwall in der Mühlenriede bei Mörse: Weil der alte Bachlauf während der Trockenperiode der vergangenen Wochen vom Wasser abgeschnitten war, verendeten viele Fische. Stadt und BUND verteidigen dennoch das Bauwerk.

Voriger Artikel
Schützenfest im Regen
Nächster Artikel
Schützenfest: Positive Bilanz gezogen

Aufreger an der Mühlenriede: Weil ein Betonwall den Zulauf in den alten Arm versperrt, starben viele Fische.

Quelle: Foto: Hensel

Der Mörser Stephan Peeck hatte die toten Tiere im alten Arm entdeckt. „Die Fische liegen trocken und schnappen nach Luft“, schimpfte er. Bis vor kurzem hatte dort noch ein durchlässiger Holzwall für reichlich Wasser aus dem Hauptlauf gesorgt. Jetzt dichten Steine den Zufluss ab, so dass das Wasser hauptsächlich durch den neuen, renaturierten Arm der Riede fließt.

Verantwortlich für den Bau des Walls sind die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB). Leiter Dr. Gerhard Meier erklärt den Sinn und Zweck: „Der neue Arm soll dauerhaft Wasser führen. Erst wenn die Wasserführung eine bestimmte Höhe überschreitet, wird auch der alte Verlauf mit Wasser versorgt.“

Damit dort trotzdem Fische und andere Wasserlebewesen überleben, wurden spezielle Mulden eingebaut, in denen sich das Wasser sammelt. „Die Trockenheit war in den vergangenen Wochen aber so extrem, dass das nicht mehr ausgereicht hat“, so Umweltamtsleiter Dr. Horst Farny.

Dass Fische starben, sei zwar bedauerlich. Aber, so Meyer: „Würden wir den Abfluss teilen, hätte keiner der Arme ausreichend Wasser für Lebewesen.“ Durch den Regen habe sich Situation mittlerweile wieder normalisiert.

mbb/aoi

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr