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Windkraft: Betreiber wollen mehr Power

Ehmen Windkraft: Betreiber wollen mehr Power

Der Ortsrat Ehmen-Mörse berät am Donnerstag erneut darüber, ob die Höhenbegrenzung für Windräder (100 Meter) auf dem Stadtgebiet fallen soll. Im Bauausschuss meldeten sich viele Skeptiker. Die Betreiber der bestehenden Anlage hoffen trotzdem weiterhin auf ein Okay für ihre Repowering-Pläne.

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Mehr Power: 175 Meter hoch sind die im August errichteten Windräder in der Gemeinde Uetze. Die Betreiber aus Ehmen würden gern 207 Meter hohe Anlagen errichten.
 

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Ehmen.  Im Bauausschuss gab’s für Pläne der „Windkraft Ehmen“, die die Anlage zwischen Ehmen und Wettmershagen mit 207 Meter hohen Windrädern ausstatten will, Gegenwind (WAZ berichtete). Ein Votum, ob die Höhenbegrenzung (100 Meter) aufgehoben werden soll, gab das Gremium nicht ab. Am Donnerstag, 9. November, wird in der Sitzung des Ortsrats Ehmen-Mörse weiter diskutiert.

Bei der Sitzung um 19.30 Uhr in der Grundschule in Mörse will auch Eckart Zipse von der Windkraft-GbR mit dabei sein. „Wir halten unseren Bauantrag aufrecht“, betonte er gegenüber der WAZ Ursprünglich hatten die Gesellschafter schon 2016 auf ein Okay gehofft, geforderte Fledermauszählungen zogen sich jedoch bis Februar 2017. Zipse betont, alle vorgelegten Gutachten zeigten jetzt, dass es keine Bedenken gebe – auch nicht durch Schattenwurf oder Infraschall: „Jeder Funkwecker ist lauter.“ Die Gesellschafter möchten sich für die nächste Ausschreibung im Rahmen der Einspeisung von Windenergie ins öffentliche Stromnetz rüsten.

Ortsbürgermeister Peter Kassel (CDU) erklärte jedoch bereits im Bauausschuss: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Ortsrat die Begrenzung aufhebt.“ Er freute sich über Unterstützung durch Bärbel Weist (PUG). „Ich hätte nichts dagegen, wenn der Ortsrat Fallersleben-Sülfeld auch beteiligt werden würde“, sagte Kassel. Die Stadt hatte das abgelehnt, die PUG beschwert sich darüber bei der Kommunalaufsicht. Hans-Georg Bachmann (SPD) zeigte jetzt aber auch Skepsis: „Die Frage ist: Was hat den höheren Wert – Wohnen oder Windenergie?“ Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide gab zu bedenken: „Wenn wir Windkraft stärken wollen, ist das nur hier und nur durch Repowering möglich.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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