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Westerstraße: Wirbel um Protest-Plakate

Wolfsburg-Fallersleben Westerstraße: Wirbel um Protest-Plakate

Fallersleben. Es bleibt dabei: An der Verkehrsberuhigung in der Fallersleber Westerstraße scheiden sich die Geister. Unter den umliegenden Geschäftsleuten kann von Beruhigung jedenfalls keine Rede sein.

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Kritik an neuer Verkehrsregelung: In der Westerstraße hingen gestern Protest-Plakate. Auch Christiane Randhahn-Meyer von La Casa (r.) ist gegen die Änderung.

Quelle: Photowerk (mv)

Im Gegenteil. Ihren Protest formulierten sie gestern früh spontan auf Plakaten. Ihre Botschaft: „Freie Fahrt für freie Bürger“. Lange hingen die Schilder jedoch nicht in der Altstadt.

Seit Montag gilt zwischen Am Spieker und Hoffmannstraße eine Einbahnstraßenregelung, sodass Autofahrer aus Richtung Westen am Hoffmannhaus abbiegen müssen und die Durchfahrt Richtung Bahnhofstraße und Marktstraße nicht mehr möglich ist. Die Geschäfte sprechen offen aus, dass sie durch den Rückgang des Verkehrs auch einen Rückgang des Umsatzes fürchten.

Die Protestaktion mit Plakaten, die in den frühen Morgenstunden aufgehängt wurden, fand allerdings ein schnelles Ende. Da für das Anbringen keine Genehmigung beantragt worden war, ließ das Ordnungsamt die Plakate gegen Mittag wieder entfernen. Ortsratsmitglied Ralf Krüger (SPD) reagierte auf die Aktion mit Kritik (Artikel oben).

Mit Zynismus protestiert derweil Christiane Randhahn-Meyer aus dem Einrichtungshaus La Casa gegen die neue Verkehrsführung. „Sie dürfen nicht mehr durch die Stadt fahren. Fallersleben möchte Ruhe“, steht auf einem Papier im Schaufenster. „99 Prozent meiner Kunden sind dagegen. Eine Kundin sprach schon von Pollersleben“, sagt sie.

Die letzten Poller, die das Parken an den Seiten verhindern, sind gesetzt. Karl Kiene, Chef der Fördergemeinschaft Blickpunkt und strikter Gegner der Regelung: „Ich bin entsetzt. Das ist eine Verschandelung unserer schönen Altstadt.“

api

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