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Vor zehn Jahren: Brauhaus Fallersleben brannte ab

Erinnerung an den Großbrand in der Hoffmannstadt Vor zehn Jahren: Brauhaus Fallersleben brannte ab

Vor nunmehr zehn Jahren, am Abend des 28. Juli 2007, wurde das Fallersleber Brauhaus durch einen Großbrand zerstört. Aus ungeklärter Ursache geriet gegen 18 Uhr der viergeschossige, denkmalgeschützte Dachstuhl in Brand, das so genannte Mansarddach mit den vielen Gauben stürzte ein und das komplette Gebäude brannte bis auf die Steinmauern nieder. Gastronom Hartmut Gehrmann und weitere Zeitzeugen erinnern sich.

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Tragischer Tod eines Jungstorchs

Brauhaus Fallersleben: Das Gebäude stand lichterloh in Flammen.

Quelle: Matthias Leitzke

Fallersleben. Dieser Tag ist vielen Fallerslebern noch in schmerzlicher Erinnerung geblieben: Vor nunmehr zehn Jahren, am Abend des 28. Juli 2007, wurde das Fallersleber Brauhaus durch einen Großbrand zerstört. Aus ungeklärter Ursache geriet gegen 18 Uhr der viergeschossige, denkmalgeschützte Dachstuhl in Brand, das so genannte Mansarddach mit den vielen Gauben stürzte ein und das komplette Gebäude brannte bis auf die Steinmauern nieder. Hunderte Feuerwehrleute aus Fallersleben und der Umgebung waren im Einsatz, es entstand finanzieller Schaden in Millionenhöhe. Verletzt wurde niemand.

Eröffnung im Jahr 1987

Errichtet wurde das Brauhaus 1765 und gehörte zum Ensemble des Schlosses Fallersleben. 1915 wurde die Nutzung als Brauhaus aufgegeben. Nach jahrelangem Leerstand wurde das Gebäude Mitte der 80er-Jahre renoviert und 1987 von Hartmut Gehrmann mit seiner Familie als Gasthaus-Brauerei wiedereröffnet.

20 Jahre später stand die Familie Gehrmann vor den Trümmern ihrer Existenz: „Das war der schlimmste Tag meines Lebens“, erinnert sich Gastwirt Hartmut Gehrmann an den Brand. Als das Feuer ausbrach, war er gerade zu Hause und wurde von einer Mitarbeiterin informiert. „Da sah ich auch schon die Rauchschwaden aus der Ferne“, blickt Gehrmann zurück.

Brandursache ungeklärt

Offiziell ist die Brandursache bislang ungeklärt, Gehrmann hat allerdings nach wie vor einen ehemaligen Mitarbeiter unter Verdacht, dessen Zigarettenkippe den Brand ausgelöst haben könnte. „Ihm konnte aber auch nach mehrmaliger Befragung nichts nachgewiesen werden“, so Gehrmann. Brandstiftung oder ein technischer Defekt wurden jedenfalls ausgeschlossen.

Direkt nach dem Brand stand für Hartmut Gehrmann fest, dass das Traditionsgebäude wieder aufgebaut wird. Und nach weniger als einem Jahr war es dann soweit: Im Mai 2008 wurde das sanierte Brauhaus wieder eröffnet und ist bis heute nicht nur bei den Einheimischen als Erlebnisgastronomie beliebt.

Von Monika Kröger

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