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Vogelpest: Stallpflicht bereitet Züchtern Sorgen

Maßnahmen nach aktuellem Fall Vogelpest: Stallpflicht bereitet Züchtern Sorgen

Vogelgrippe-Viren machen Geflügelzüchtern seit mehr als zehn Jahren das Leben schwer. Wegen eines aktuellen Falls in Peine müssen jetzt auch Wolfsburger ihr Geflügel wieder in Ställe sperren. Heinz Rigus, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins (GZV) Fallersleben, bekam deshalb schon einige Anrufe.

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Gänse im Stall: Speziell Wasservögel leiden nach Erfahrung der Züchter unter der Stallpflicht und werden auf Dauer aggressiv.

Quelle: Archiv

Fallersleben. Rigus rät Mitgliedern mit kleinen Ställen, im Nofall ein Gehege mit Gittern zu versehen und zusätzlich mit Planen zu sichern. Auch Desinfektionsmatten vor dem Stall seien ratsam - oder Extra-Stallschuhe zum Wechseln.

Speziell Halter von Wassergeflügel haben Probleme, denn Enten und Gänse werden im engen Stall noch schneller als Hühner aggressiv und reißen sich gegenseitig Federn aus. Davor fürchtet sich auch der Velstover Jörg Hannig vom Kleintierzuchtverein F435. 20 Gänse, 60 Puten sowie etliche Perlhühner tummeln sich bei ihm. „Für 24 Stunden Innenhaltung sind ihre Ställe nicht gedacht, nur zum Schlafen oder Brüten“, sagt er. „Wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert - sonst müssen wir notschlachten.“ Einige Puten kommen aus Platzgründen voraussichtlich schon jetzt unters Messer.

„Etliche Züchter von Wasservögeln haben ihr Hobby 2004 aufgegeben, weil sie das Elend damals nicht mit ansehen wollten“, erinnert sich Rigus, der selbst zurzeit nur zwei Gänse und drei Enten hat. Bei anderen blieb der Nachwuchs im Folgejahr aus, denn die Tiere paaren sich nur im Wasser. Rigus hofft deshalb, dass die Gefahr im Frühjahr nicht erneut aufflammt. Momentan sei die Lage nicht so dramatisch wie 2004, weil es im Herbst keine Jungtiere gibt - der Bestand ist kleiner.

Dieter Prehn, Pressesprecher des GZV, findet es trotzdem nicht schön, dass das Verbot der Stadt ohne Vorwarnung kam. Und seine persönliche Meinung ist, dass man stärker an Ursachen für eingeschleppte Viren arbeiten müsse. Zum Beispiel an Hygienebestimmungen für aus Asien eingeführtes Futter.

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