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Verkehrsstatistik 2013: Weniger Alkohol-Unfälle, mehr Schwerverletzte

Wolfsburg-Fallersleben Verkehrsstatistik 2013: Weniger Alkohol-Unfälle, mehr Schwerverletzte

Fallersleben . Mit 731 aufgenommenen Unfällen liegt die Polizeidienststelle Fallersleben nur drei Prozent über der Bilanz aus dem Jahr 2012. Überschattet wird die gestern veröffentlichte Verkehrsstatistik 2013 aber von zwei tödlichen Unfällen. „Leider hat sich der positive Trend bei den Schwerverletzten nicht fortgesetzt“, so Dienststellenleiter Dieter Domeyer. Lichtblick ist der deutliche Rückgang von Unfällen unter Alkoholeinfluss.

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Tödlicher Unfall: Auf der K114 geriet ein Audi-Fahrer auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Golf zusammen. Die Beifahrerin im Golf verstarb noch am Unfallort.

Quelle: Sebastian Bisch

Am 7. März geriet ein 23-Jähriger Audifahrer auf der K 114 in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem Golf zusammen. Die Beifahrerin des Golfs (63) verstarb noch am Unfallort. Am 18. Juli wendete ein 36-jähriger Autofahrer auf der B 188, um einen Stau zu umfahren. In diesem Moment überholte ein 18-jähriger Motorradfahrer die Fahrzeugschlange, rammte das Auto und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Zumindest im zweiten Fall sieht Domeyer Möglichkeiten, das Unfallrisiko zu verringern. „Die Einrichtung einer dritten Fahrspur könnte die Gefahr eines Rückstaus auf der B 188 reduzieren“, sagt er. Baumaßnahmen wären dafür nicht nötig. „Die Fahrbahn ist mit zwei Standstreifen breit genug.“

Bei den sieben Schwerverletzten, vier mehr als 2012, lassen sich ansonsten kaum entschärfende Maßnahmen ableiten. Hauptursache waren grobe Fahrfehler. So auch am 5. Februar, als ein betrunkener 37-Jähriger auf der Erich-Netzeband-Straße mit seinem Auto gegen eine Straßenlaterne prallte. Insgesamt hat sich die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss von 17 auf neun aber erfreulicherweise fast halbiert. Auch die Zahl der folgenlosen Alkoholfahrten ging von 27 auf 13 deutlich zurück, ebenso das Fahren unter Drogeneinfluss (von 36 auf 16).

api

Unfallschwerpunkt L 294: An der Auf- und Zufahrt zur A39 krachte es 2013 neunmal.

Auf FE-Parkplatz krachte es 77 Mal

Fallersleben . Der FE-Parkplatz bleibt in Sachen Unfallschwerpunkte das Sorgenkind der Polizeidienststelle Fallersleben. 2013 mussten 77 Unfälle aufgenommen werden.

Insbesondere im Bereich der nördlichen Ausfahrt und der neuen Parkpalette kommen sich Autofahrer beim Einfädeln in die Quere. Vereinzelte Maßnahmen wie neue Fahrbahnmarkierungen zeigen nicht den gewünschten Erfolg. „Hier wird noch einiges zu machen sein“, sagt Domeyer, der zudem an die Fahrer appelliert. „Oft wird rücksichtslos die Spur gehalten.“ Als „gute Sache“ lobt er indes die Baumaßnahmen an der Kreuzung K 114/K 115 inklusive viertes Ohr. Seit der Fertigstellung gab es dort keinen schweren Unfall mehr.

Ohne Maßnahmen geht es offenbar auch an der A-39-Zufahrt zur L 294 nicht. Hier krachte es neunmal, dreimal mehr als 2012. Entsprechend positiv sieht Domeyer den Vorstoß der Unfallkommission, eine Ampel aufzustellen (WAZ berichtete).

Eine härtere Gangart legte die Polizei 2013 bei Verkehrskontrollen ein. In 117 Einsätzen wurden 112 Verwarnungen und 136 Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Vom nicht angelegten Gurt oder dem Handy am Ohr bis hin zu Tempoverstößen – Sünder mussten teils tief ins Portmonnaie greifen. Domeyer: „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.“

api

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Wolfsburg-Kästorf
Um Unfälle auf der B188 zu vermeiden, schlägt die Polizei vor, die bestehende Fahrbahn in drei statt in zwei Fahrspuren aufzuteilen.

Staus und mehrere Unfälle mit Schwerverletzten auf der Bundesstraße 188 bei Kästorf bereiten der Polizei Sorgen. Deshalb schlägt Verkehrsexperte Ullrich Müller vor, die Fahrbahn in drei statt wie jetzt zwei Spuren zu gliedern. Vor 2016 wird daraus allerdings wohl nichts. Das teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf WAZ-Nachfrage mit.

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