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Überfall? Polizei widerspricht dem Opfer

Täter nahmen Portemonnaie mit Überfall? Polizei widerspricht dem Opfer

War es eine räuberische Erpressung oder ein einfacher Diebstahl? Über das, was sich am Dienstagnachmittag im Modegeschäft von Jochen Gräfe in der Fallersleber Westerstraße abspielte, sind das Opfer und die Polizei völlig unterschiedlicher Auffassung. Fakt ist: Am Ende war Gräfes Portemonnaie weg, der Geschäftsmann und eine Mitarbeitern blieben mit schlackernden Knien zurück.

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Schlimmes Erlebnis: Unbekannte haben eine Verkäuferin im Modegeschäft von Jochen Gräfe in der Fallersleber Westerstraße bedroht und ein Portemonnaie erbeutet.

Quelle: Boris Baschin

Fallersleben. Was war geschehen? Jochen Gräfe schildert die Ereignisse aus seinem persönlichen Erleben. Er sei im Büro gewesen, als er plötzlich laute Schreie im Laden hörte: „Meine Verkäuferin wurde von zwei Männern mit lautem Gebrüll bedroht und eingeschüchtert.“ Einer der Männer sei zu ihm ins Büro gekommen, habe auch ihn angebrüllt - und mit einer Zeitung vor seinem Gesicht herum gefummelt: „Ich hatte Angst. Man weiß ja nicht, ob der eine Waffe in der Zeitung oder unter der Jacke hat.“

Als Jochen Gräfe zum Telefon greifen wollte, um die Polizei zu rufen, „kam der Mann ganz dicht und bedrohlich auf mich zu. Er machte ganz klar: Das mit dem Telefon lassen Sie sein.“ Zum Schluss habe der Angreifer sein auf dem Tisch liegendes Portemonnaie geschnappt und sei mit seinem Komplizen getürmt. „In umliegenden Geschäften waren sie offenbar auch, haben aber nichts erbeutet“, will der Geschäftsmann erfahren haben. Die Täter seien um die 20 Jahre alt und ordentlich gekleidet gewesen, sie sprachen vermutlich osteuropäisch - darum habe man auch nichts verstanden.

Die Polizei hält die Version offenbar für eine Räuberpistole. „Das war kein Überfall, das war ein ganz einfacher Diebstahl eines Portemonnaies“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Vermutlich habe es sich um einen klassischen Trickdiebstahl gehandelt - ein Täter lenkt ab, „der andere nutzt die Unaufmerksamkeit des Opfers aus.“

Aus Sicht von Jochen Gräfe nimmt die Polizei die Sache zu sehr auf die leichte Schulter: „Natürlich war das ein Überfall. Meine Mitarbeiterin und ich haben am ganzen Körper gezittert.“

fra

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