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Fallersleben Trotz Regen: Gute Aussichten für Ernte
Wolfsburg Fallersleben Trotz Regen: Gute Aussichten für Ernte
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23:59 16.07.2017
Gute Aussichten für die Ernte: Der Regen hat dem Getreide nicht geschadet. Bislang ist Landwirt Friedrich-Wilhelm Sprenger sehr zufrieden.  Quelle: Boris Baschin
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Ehmen/Sülfeld

 Das Wetter schlägt Kapriolen: Einmal regnet es in Strömen, dann ist es wieder einige Tage brüllend heiß – der Ernte schade dieser extreme Mix aber nicht, sagen Landwirte aus der Region. „Die Ernte wird gut“, erklärt Joachim Zeidler, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Gifhorn-Wolfsburg.

Der viele Regen habe der Wintergerste, die als erstes eingeholt wird, nicht geschadet. Aber auch bei den anderen Getreidesorten sehe es gut aus. „Aber jetzt könnten wir dringend Sonne gebrauchen“, sagt Zeidler, der selbst einen Hof in Parsau hat. „Dann kann das Getreide nach dem vielen Regen trockenen und abreifen“, erklärt Kai Lindner, Landwirt aus Ehmen.

 Sonne ist noch aus einem weiteren Grund wichtig: Dann trocknet der Boden, der nach dem ausgiebigen Regen richtig nass ist, und die schweren Felder. Damit die Landwirte die Ernte erledigen können, sei es wichtig, dass die Sonne über einen längeren Zeitraum scheine. „Eine Woche am Stück wäre gut“, erklärt Lindner. Die Wetter-Prognosen sehen danach aus.

Es hat zwar in den vergangenen Wochen viel geregnet. – „aber genau zu der Zeit, als die Landwirtschaft es brauchte“, erklärt Friedrich-Wilhelm Sprenger, der einen Hof in Sülfeld hat. Die Wintergerste hat er schon eingeholt: „Sie ist super.“ Auch bei der Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen) und anderen Getreidesorten sehe es gut aus.

Bei den Kartoffeln hoffen die Landwirte ebenfalls auf eine gute Ernte, sagt Zeidler. Obwohl wegen des starken Regens Pilzgefahr bestehe. Aber der Landvolk-Vorsitzende ist optimistisch. Die Zuckerrüben-Ernte ist zwar noch ein bisschen hin, aber auch da sehe es gut aus, so Kai Lindner. Zuerst komme der Raps dran und da erwartete der Ehmer Landwirt ebenfalls gute Ergebnisse. Nicht so gut werden die Ergebnisse in den benachbarten Gebieten sein, die mit Starkregen zu kämpfen hatten: „Da gibt es Einbußen von 40 bis 50 Prozent“, vermutet Georg von Campen von der Landberatung Gifhorn-Wolfsburg. Auch die Qualität werde leiden.

Von Sylvia Telge

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