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Tragischer Tod eines Jungstorchs

Ilkerbruch Tragischer Tod eines Jungstorchs

Einer von vier Jungstörchen aus dem Ilkerbruch ist offenbar von einem Seeadler angegriffen worden – das jedenfalls vermuten die Storchenexperten. Ulrich Fritzsche aus Ehmen und Karsten van Heukelum aus Warmenau haben das Tier in den letzten Tagen beobachtet. „Er wird es überleben“, meinte Fritzsche noch am Montag. Am Dienstag aber flog das geschwächte Tier in eine Stromleitung und verstarb.

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Vom Seeadler verletzt: Zunächst sah es so aus, als würde sich der Storch erholen. Dann flog er in eine Stromleitung.

Quelle: Karsten van Heukelum

Ilkerbruch. Das ist tragisch: Einer von vier Jungstörchen aus dem Nest im Ilkerbruch, die im Juni beringt wurden (WAZ berichtete), konnte jetzt nur noch tot von Storchenexperten Karsten van Heukelum geborgen werden. Das Tier war – vermutlich stark geschwächt durch eine Verletzung – am Dienstag in eine Stromleitung nahe der Kreuzung K114/Weyhäuser Weg geflogen.

In der vergangenen Woche hatte ein Mitglied des Naturschutzbunds (Nabu) darauf aufmerksam gemacht, dass der Storch eine blutende Verletzung am Hals aufwies. Ulrich Fritzsche aus Ehmen und Karsten van Heukelum aus dem Kreis Gifhorn, die den Storchenbetreuer Georg Fiedler vor Ort unterstützen, beobachteten den Vogel mehrere Tage lang. „Vermutlich ist er von einem Seeadler angegriffen worden“, erläuterte Fritzsche der WAZ.

„Aber die Verletzung ist nur oberflächlich, er wird es überleben.“ Für Seeadler stellen junge Störche eine Nahrungsquelle dar – in Hankensbüttel hatte eine Kamera im vergangenen Jahr den Angriff eines Adlers auf ein Storchennest dokumentiert.

Ein Bild von Juni 2017

Ein Bild von Juni 2017: Vor einigen Wochen hatte Karsten van Heukelum noch geholfen, die vier Storchengeschwister zu beringen. Jetzt starb eines der Tiere.

Quelle: Peter Koeslin

Am Dienstag kam es dann zum Unglück: Karsten van Heukelum, der im Juni schon bei der Beringung dabei war, wurde zur Kreuzung K 114/ Weyhäuser Weg gerufen, wo ein Storch in eine Stromleitung geflogen war. Ein Augenzeuge hatte das beobachtet und konnte den Unglücksort recht genau beschreiben, so dass van Heukelum den toten Vogel schnell fand. Es war das vorher verletzte Jungtier. „Wahrscheinlich war er einfach zu geschwächt und ist deshalb in die Leitung geraten“, mutmaßt van Heukelum.

Es ist der erste tote Storch auf Wolfsburger Gebiet in diesem Jahr. Van Heukelum hofft, dass sich die drei Geschwister und das Elternpaar, die schon längere Zeit nicht mehr am Nest zu sehen waren, schon einer Gruppe angeschlossen haben, die demnächst in den Süden fliegt.

Von Andrea Müller-Kudelka

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