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Fallersleben Tierheim: Kein Platz für Fundkatze
Wolfsburg Fallersleben Tierheim: Kein Platz für Fundkatze
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22:50 22.09.2014
Keine Hilfe im Tierheim: Lucia Stary fühlt sich im Stich gelassen. Quelle: Boris Baschin
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Die Kritik nahm die Rentnerin zwar an. „Ich weiß jetzt, dass ich die Katze nicht hätte füttern dürfen, obwohl sie anscheinend fürchterlichen Hunger hatte“, sagt die Fallersleberin. „Aber wie man in Sülfeld mit mir umgegangen ist, das geht so nicht!“

Ende August war die Katze aufgetaucht, die ein Halsband mit Glöckchen trug. „Sie ist mir immer hinterhergelaufen“, erzählt die 91-Jährige. Weil sie selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, sich dauerhaft um ein Tier zu kümmern, brachte sie die Katze zum Tierheim, damit ihre Besitzer sie dort finden. „Sie wurde mir wortlos abgenommen und wenig später stellte man mir einfach einen Käfig vor die Füße und sagte, ich solle sie selbst wieder frei lassen, dann finde sie schon nach Hause“, so Stary.

Es dauerte mehrere Tage, bis das Tier nicht mehr ständig vor der Tür saß, um ins Haus zu schlüpfen. „Ich war fix und fertig“, sagt Lucia Stary. Der Katze ist die Rentnerin nicht böse, dem Tierheim-Personal schon. „So kann man nicht mit Menschen umgehen“, meint sie.

Nicola Kastrau vom Verwaltungsmanagement der WBG, die das Tierheim betreibt, verspricht: „Wir werden den Sachverhalt mit den beteiligten Mitarbeitern besprechen.“ Sie bittet um Verständnis: „Bei enormem Arbeitspensum kann es vorkommen, dass ein Kundengespräch kürzer ausfällt, als wir uns das selbst wünschen.“ Wenn das Tierheim ausgelastet sei wie derzeit würden alle gesunden kastrierten Tiere zwar nach einem Registrierungs-Chip überprüft, dann aber dem Finder wieder mitgegeben.

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Die Wolfsburger Beschäftigungs Gesellschaft (WBG), Betreiber des Tierheims in Sülfeld, weist aus Anlass der Beschwerde von Lucia Stary auf das aus ihrer Sicht optimale Verhalten in Bezug auf Fundtiere hin.

  • Grundsätzlich sollte man gesunde Tiere etwa eine Woche beobachten und in der Nachbarschaft nach dem Besitzer fragen, bevor man sich ans Tierheim wendet.
  • Wichtig ist, dass Tiere vom Finder nicht gefüttert oder ins Haus gelassen (und damit eingesperrt) werden.
  • Vorab können Bürger per Email Fotos ans Tierheim schicken, die mit den Vermisstenanzeigen vergleichen werden.
  • Im Tierheim oder bei einem Tierarzt kann untersucht werden, ob das Tier einen Registrierungs-Chip trägt.
  • Im Tierheim arbeiten eine Tierärztin, sieben Pflegende, fünf Auszubildende und zwei Helfer an 365 Tagen im Jahr im Zwei-Schicht-System. Etwa zwei bis dreimal pro Jahr erreicht das Heim seine Kapazitätsgrenzen, meist in den Ferienzeiten. Besonders dann ist es sinnvoll, per Telefon (05362/51063) oder E-Mail (tierheim@wolfsburg.de) Termine abzusprechen.

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