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Sülfeld: Tierheim-Logistik stößt an Grenzen

Problem mit wilden Katzen in Wendschott Sülfeld: Tierheim-Logistik stößt an Grenzen

Bürger aus Wendschott brachten am Wochenende unangemeldet acht wilde Katzen – drei Muttertiere und fünf Jungtiere – zum Tierheim in Sülfeld. Dort waren die Mitarbeiter nicht begeistert und appellieren jetzt an alle Tierschützer, ähnliche Aktionen im Voraus anzumelden. Die Wendschotter aber sagen: „Die Katzen kommen nicht auf Kommando.“

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Katzen in der Falle: Wildlebende Tiere so zu fangen hat auch viel mit Glück zu tun.
 

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung

Sülfeld/Wendschott.  Am Wochenende prallten guter Wille und Wirklichkeit für Bürger aus Wendschott hart aufeinander. Die Katzenfreunde hatten drei wilde Katzen und fünf Junge mit Hilfe von Lebendfallen festgesetzt und brachten sie zum Tierheim nach Sülfeld, um sie kastrieren zu lassen – doch die Begeisterung dort hielt sich sehr in Grenzen. Erst nach einigen Diskussionen wurden die Katzen aufgenommen.

Vorwürfe wurden laut, das Tierheim konzentriere sich im Urlaub auf den Pensionsbetrieb. Nicola Kastrau von der Wolfsburger Beschäftigungs Gesellschaft (WBG), die das Tierheim betreibt, bestreitet das. Sie erklärt: „Es bleiben stets Boxen für Notfälle frei. Wildlebende Katzen müssen bei uns aber erst in Quarantäne – und dafür stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung.“ Sie bittet Tierschützer, Fang-Aktionen abzusprechen. „Dann können wir das logistisch besser bewältigen.“ Am Montag befanden sich 33 Pensionskatzen und 61 Fundkatzen in Sülfeld.

Katze auf dem Weg zur Kastration

Katze auf dem Weg zur Kastration: Vereine und unorganisierte Tierfreunde der Region starten immer mal wieder Fang-Aktionen, um der unkontrollierten Vermehrung Einhalt zu gebieten.

Quelle: Mike Vogelsang

Jennifer Dreborg-Feil gehörte zu den Wendschottern, die der Katzenflut Einhalt gebieten wollten. Sie versteht die Nöte des Tierheims, sagt aber: „Uns hilft im Zweifel keiner. Wir können im Vorfeld keine Termine absprechen – die Katzen kommen ja nicht auf Kommando.“ Bereits im Mai hätten Wendschotter mit Tierheim-Mitarbeiterinnen über das Katzen-Problem gesprochen. Dass jetzt acht Tiere kurzfristig Platz brauchten, habe man nicht absehen können. „Normalerweise arbeiten wir mit einer Tierärztin zusammen und haben zwei bis drei Pflegestellen“, erzählt Jennifer Dreborg-Feil. „Wir konnten aber die Tiere jetzt nicht einfach laufen lassen – die gehen doch nie wieder in eine Falle.“

Sowohl das Tierheim als auch die Tierschützer sehen in der Kastration eine wichtige Aufgabe, die absehbar nicht kleiner wird. Allein in diesem Jahr wurden in Sülfeld 27 Katzen und 13 Kater kastriert (Stand: 10. Juli 2017).

Von Andrea Müller-Kudelka

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