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Straßensperrung hat unschöne Folgen

Baustelle in Almke Straßensperrung hat unschöne Folgen

Anwohner und Geschäftsleute in Almke sind genervt von der Sperrung der Ortsdurchfahrt, die wegen Bauarbeiten voraussichtlich noch 14 Tage dauert. Das Problem: Kunden finden nicht mehr zu den Geschäften. Dafür sind Seitenstreifen zerfahren und Laternen verbeult – denn die engen Straßen sind nicht für sich begegnende Busse und Laster auf der Anlieger-frei-Strecke ausgelegt.

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Folge der Baustelle: Büchsenmacher Gerd Gehrke ärgert sich, dass Kunden wegen der Sperrung nicht mehr zu seinem Waffengeschäft in Almke finden, Lkw-Fahrer den Schleichweg aber irregulär nutzen.

Quelle: Gero Gerewitz

Almke. Seit dem 6. November ist die Ortsdurchfahrt in Almke wegen Bauarbeiten gesperrt; Anwohner spüren die Folgen. Ein Problem: Kunden, die trotzdem kommen sollen, bleiben aus. Dafür nutzen andere die Anlieger-frei-Strecke als Schleichweg. Sie schleichen aber nicht, sie rasen – berichten die Almker.

„Navigationsgeräte interessiert es offenbar nicht, dass die Zufahrt ab Neindorf und Volkmarsdorf nur für Anlieger erlaubt ist“, sagt Andreas Antonczyk. An 30 km/h würde sich im Ort niemand halten, auch nicht am Spielplatz. „Und Almke hat nun mal keine Fußwege, alle Verkehrsteilnehmer müssen sich die Straße teilen“, erklärt er, fordert deshalb mehr Blitzerkontrollen, möglichst jeden Tag 24 Stunden. Das sei in diesem Fall keine Abzocke, sondern während der Sperrung notwendig. Die, so erfuhr Antonczyk von den Bauarbeitern, dauere noch etwa 14 Tage. Politik und Verwaltung hätten da eine Fürsorgepflicht.

Zerbeulte Laterne

Zerbeulte Laterne: Die Straßen sind zu eng für den Begegnungsverkehr von Bussen und Lkws.

Quelle: Gero Gerewitz

Für die Geschäftsleute vor Ort ist die Bauzeit eine Durststrecke. Besonders bitter ist das für die Tankstelle und die Gastwirtschaft. Letztere wurde gerade erst von neuen Besitzern übernommen (WAZ berichtete).

Aber auch Gerd und Ana Gehrke klagen darüber, dass Kunden den Weg zu ihrem Waffengeschäft nicht finden. „Die Stadt hat das schlecht beschildert“, findet die Geschäftsfrau. Ihr Mann hat deshalb jetzt eigene Hinweisschilder gefertigt – und die WAZ gebeten, darauf hinzuweisen, dass auch Kunden als Anlieger gelten, die die Straße nutzen dürfen.

Dafür könnten weniger Laster und Busse durch Almke fahren, finden die beiden, denn: „Wenn sich hier zwei oder mehr Lkws begegnen, herrscht Chaos.“ Wegen der engen Straßen sind mittlerweile auch die grünen Seitenstreifen zerfahren und einige Laternenschirme zerbeult.

Von Andrea Müller-Kudelka

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