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Fallersleben Post zieht noch 2018 ins neue Verteilzentrum
Wolfsburg Fallersleben Post zieht noch 2018 ins neue Verteilzentrum
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22:00 08.08.2018
Neues Post- und Paketverteilzentrum: Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt (l.) und Projektleiter Andreas Seidemann auf der Baustelle. Quelle: Sebastian Bisch
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Heinenkamp

Der Bau der Kombi-Verbund-Zustellbasis der Post im Lehmkuhlenfeld bei Hattorf schreitet voran. Die WAZ sah sich jetzt gemeinsam mit Bau-Projektleiter Andreas Seidemann von Investor Hellmich und Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt auf der Baustelle im Heinenkamp um. Vor Weihnachten soll hier der Betrieb starten.

Zentrale Verarbeitung

Hogardt wollte sich die Sache auch deshalb gern einmal persönlich vor Ort anschauen, weil es sich um eines der größten Zentren dieser Art handelt, die zurzeit gebaut werden. Erst seit drei bis vier Jahren wird die Verarbeitung von Paketen und Briefen an einem zentralen Standort bei Post-Neubauten realisiert. Die riesige Lagerhalle wird später für den Betrieb zweigeteilt: links werden Briefe sortiert, rechts stehen Paket-Rollbehälter.

Riesige Halle: In diesem Teil des Gebäudes werden später Briefe sortiert, im etwa ebenso großen Bereich auf der anderen Seite Pakete. Quelle: Sebastian Bisch

In der Mitte des Gebäudes befindet sich der dreistöckige Verwaltungstrakt mit Büros, Konferenz- und Sozialräumen. Eine Kantine ist nicht geplant, nur Automaten. „Mittags ist ja kaum jemand hier“, erläutert Hogardt.

Außenansicht: Die Wolfsburger kombi-Zustell-Basis ist eines der größten Zentren dieser Art, die zurzeit für die Post gebaut werden. Quelle: Sebastian Bisch

Zwischen 6 und 9 Uhr am Morgen werden künftig Lastzüge an den Hallentoren ebenerdig entladen. Dann sind Zusteller mit rund 60 Kleintransportern im Stadtgebiet unterwegs. Im Gebäude sei platzmäßig trotzdem noch „Luft nach oben“ – auch mit Blick auf die wachsende Stadt Wolfsburg.

Gebäude aus Stahl und Beton: Verschiedene Gewerke sind auf der Baustelle beschäftigt – zeitweise rund 40 Arbeiter gleichzeitig. Quelle: Sebastian Bisch

Im Verwaltungstrakt hängen schon Heizkörper an den Wänden, in der Halle wurde gerade der Betonboden gegossen. Die Wände und Träger bestehen aus speziellen Fertigteilen. Wegen Staus in der Ferienzeit habe der Kran öfter mal auf die Lieferung weiterer Elemente warten müssen, so Projektleiter Seidemann.

Fertig-Bauteile aus Beton: Sie machen es möglich, dass der Bau voraussichtlich noch im Herbst zu Ende gebracht werden kann. Quelle: Sebastian Bisch

Auch die Hallen-Oberlichter, die schon eingebaut sein sollten, fehlen noch – deshalb hängen große blaue Netze unter der Decke, falls den Dachdeckern mal etwas durch die Löcher fällt. Aber trotzdem liege man mit dem Baufortschritt im Plan, zeitweise seien bis zu 40 Bauarbeiter innen und außen, an Fassade, Fenstern und Dach tätig. „Nächste Woche beginnt der Ausbau der Elektroinstallationen mit Lichtbändern und einer Deckenstrahlheizung für die Halle“, so Seidemann. Danach folgen Sicherheitsvorrichtungen, Stahltüren zum Beispiel. Und die Pflasterung des Hofs natürlich. Dort wurden übrigens auch schon Leitungen für Ladestationen von E-Fahrzeugen verlegt. Zurzeit seien zwar erst wenige für die Post im Einsatz, das aber werde sich ändern, so Hogardt.

Zahlen und Fakten

Investor für das neue Zustellzentrum im Lehmkuhlenfeld ist das Unternehmen von Walter Hellmich aus Dinslaken. Er investiert rund acht Millionen Euro und die Post schließt nach Fertigstellung einen langfristigen Mietvertrag mit dem Bauherren ab. Hellmich baute neben mehreren Aldi-Märkten und anderen Post-Gebäuden übrigens auch schon Fußballstadien.

Rund 110 Mitarbeiter werden künftig im kombinierten Post- und Paket-Verteilzentrum im Heinenkamp arbeiten. Bisher sind sie in Fallersleben und Wolfsburg (Lerchenweg) tätig – diese Standorte werden schließen. Weitere Mitarbeiter kommen aus Lehre.

Das Gebäude mit dem Verwaltungsbereich für Büros und Sozialräume auf drei Etagen umfasst rund 180 Quadratmeter, die beiden Hallenteile 2.100 Quadratmeter.

Das Gelände ist 18.000 Quadratmeter groß. Darauf ist Platz für rund 60 Pkw-Parkplätze plus Lieferfahrzeuge. „Wir arbeiten zurzeit an einer Lösung, um noch weitere Privatfahrzeuge auf dem Gelände unterbringen zu können“, sagt Post-Sprecher Uwe Hogardt. Am Mittwoch konnte er selbst vor Ort sehen, wie wenig freien Parkraum es an der Straße im Heinenkamp II gibt – wegen der zahlreichen hier abgestellten Lkws anderer Logistiker.

Von Andrea Müller-Kudelka

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