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Schriftsteller Gerhard Roth erhält Hoffmann-Preis

Wolfsburg-Fallersleben Schriftsteller Gerhard Roth erhält Hoffmann-Preis

Wolfsburg. Der österreichische Schriftsteller Gerhard Roth (74) ist mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Er ist der neunte Preisträger. Ausschlaggebend für die Wahl durch eine achtköpfige Jury ist ein Teil des Lebenswerks Roths, dem er sich 30 Jahre lang gewidmet hat. Die Feierstunde fand im Theater statt.

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Hoffmann-Preis für Gerhard Roth (M.): Der Schriftsteller nahm den Preis von Dr. Kurt Schuster (l.) und Gerhard Döpkens entgegen.

Quelle: Roland Hermstein

In zwei Zyklen auf 6000 Seiten erzählt und dokumentiert er Vergangenheit im allgemeinen und österreichische Zeitgeschichte im besonderen.

In einer eindrucksvollen Feierstunde gestern im Theater nahm Gerhard Roth den mit 15.000 Euro dotierten Preis aus den Händen von Dr. Kurt Schuster, Präsident der Hoffmanngesellschaft, und Gerhard Döpkens, Chef der stiftenden Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, entgegen. Bereits zuvor hatten Döpkens, Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Schuster die Bedeutung des Hoffmann-von-Fallersleben-Preises unterstrichen und mittlerweile bundesweites Medieninteresse registriert. Romane und Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher des aktuellen Preisträgers wurden gewürdigt. Im Mittelpunkt dabei standen die über Jahrzehnte erstellten Zyklen „Die Archive des Schweigens“ und „Orkus“.

Exzellenter Kenner der Werke Roths ist der Münchner Publizist und Professor Dr. Sven Hanuschek, der Hoffmanngesellschaft und Sparkasse zur Wahl beglückwünschte. In einer umfangreichen Abhandlung zitierte und analysierte Hanuschek aus den Roth-Romanen.

Beeindruckend war die Dankesrede Gerhard Roths für den Preis, verbunden mit seinen Erinnerungen an Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Dessen Streben nach Einigkeit sei aktuell bis in die heutige Zeit, wo immer noch Bücherverbrennungen stattfänden. „Und wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Menschen“, zitierte Roth Heinrich Heine. „Die Grausamkeiten des Homo sapiens hörten bis heute nicht auf, so Roth. Dagegen helfe nur eines: Liebe. „Wenn man sich für sie entscheidet, ist es ein immerwährendes Abenteuer bis zum Tod.“

bhe

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