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Fallersleben Schöner als am Hotel-Pool: Ferien im Freibad
Wolfsburg Fallersleben Schöner als am Hotel-Pool: Ferien im Freibad
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10:00 20.07.2018
Matschanlage: Lina (7), Nele (7) und Jan (10) freuen sich, dass die Pumpe pünktlich zu den Sommerferien wieder funktioniert. Quelle: Britta Schulze
Fallersleben

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Nie war diese Frage wohl so passend wie in diesem Jahr im Wolfsburger Werksurlaub. Die WAZ hat im Fallersleber Freibad einige Menschen gefunden, die im und am Wasser Ferien vom Alltag machen. „Das gefällt mir besser als ein Hotel-Pool“, sagt zum Beispiel Anna-Lucia aus Ehmen.

Wolken verheißen Luxus

„Ich bin hier, seit ich drei bin – also eigentlich, seit ich denken kann“, verrät die Achtjährige Anna-Lucia. Ihre Mutter Kathrin Haase liebt das Schwimmen und Sonnen in Fallersleben ebenfalls. „So ab 30 Grad Außentemperatur ist es auch in den Ferien voll. Aber viele lassen sich offenbar durch kleine Wolken schon abschrecken – und das ist für uns dann echter Luxus“, sagt sie lächelnd.

Stammgäste: Marina Bertram-Martinowski (Mitte) verbringt mit Tochter Tamaris (r.) und Freundin Silvia Martin täglich Zeit im Freibad in Fallersleben. Quelle: Britta Schulze

Eine leichte Briese weht an diesem Tag. Die Freundinnen Lina und Nele (beide 7) zittern ein bisschen, weil sie sich nicht abgetrocknet hatten, bevor sie Linas Bruder Jan (bald 11) zur Matschanlage folgten. Die Pumpe dort wurde noch rechtzeitig vor dem Urlaub repariert, berichtet Sabrina Spring, Abteilungsleiterin Bäder bei der Stadt Wolfsburg. „Die gleiche Anlage gibt es auch im VW-Bad“, sagt sie. Viele Familien schätzen aber das Fallersleber Bad trotzdem mehr, weil der Nichtschwimmerbereich und auch das Sprungbecken hier etwas übersichtlicher sind. Ein Highlight ist zudem die breite Rutsche, auf der Pärchen Hand in Hand oder Jugendliche auch mal in einer ganzen Gruppe gen Becken schlittern.

Riesen-Spaß: Die Mega-Rutsche lockt auch Jugendliche ins Nichtschwimmerbecken. Quelle: Britta Schulze

„Ich selbst war als Jugendliche gern im VW-Bad, wegen hohen Sprungturms. Aber jetzt mag auch ich Fallersleben am liebsten“, verrät Rosalinda Brilz, Angestellte der Bäderbetriebe, die gerade ausgelernt hat und jetzt als Schwimmmeisterin darüber wacht, dass sich alle an die Regeln halten. Eine weitere Besonderheit der städtischen Anlage in der Hoffmannstadt ist die FKK-Wiese. Am Reportage-Tag ist dort jedoch niemand anzutreffen. Und auch sonst wird sie nicht mehr so häufig genutzt wie früher. „Die meisten Besucher dort sind Stammgäste und mittlerweile Senioren“, weiß Rosalinda Brilz.

Mitbringsel aus dem Urlaub: Schwimmabzeichen

Dann macht sie der siebenjährigen Thea aus Berlin eine große Freude: Das Mädchen bekommt ein Seepferdchen-Abzeichen. Die Großeltern, Rosi und Dieter Gebauer aus Mörse, freuen sich mit; und die Oma plant: „Wir üben noch bis nächste Woche weiter. Dann machst du Freischwimmer.“ Einen ähnlichen Plan verfolgt Finn, ebenfalls sieben Jahre alt, der mit seinem Vater Patrick Lüpke aus Heiligendorf zum Trainieren nach Fallersleben kommt. Aber nicht nur: „Für uns ist das hier auch ein bisschen wie Urlaub“, sagt der 33-Jährige.

Sommer-Fans: Gabi und Reiner Schinke aus Lehre fühlen sich wohl auf der Liegewiese im Fallersleber Freibad – auch wenn das Gras nicht mehr weich, sondern sehr trocken ist. Quelle: Britta Schulze

Ihren Stammplatz im Halbschatten der Hecke mit Blick aufs Sprungbecken haben Reiner und Gabi Schinke, 59 und 56 Jahre alt, aufgesucht – obwohl heute so viel Platz auf der Wiese ist, dass sie überall untergekommen wären. Das Ehepaar aus Lehre schwört auf das Bad in Fallersleben. „Wir haben schon einige in der Region gecheckt und das hier gefällt uns einfach am besten. Die Liegefläche ist sehr groß und schön gemacht; es gibt sogar Sonnenschirme und das Personal ist sehr nett“, schwärmen sie. Dass sich das Gras nach wochenlanger Trockenheit und Sonnenglut in weiten Teilen mittlerweile in dürres Heu verwandelt hat, stört sie nicht: „Dafür ist Sommer, wir möchten ja so ein Wetter!“ Und sie genießen die Ruhe. „Selbst wenn es voll ist, ist es hier viel ruhiger als zum Beispiel am Tankumsee. Das muss an der Akustik liegen“, sagt Gabi Schinke.

Ferien im Freibad Fallersleben: Stammgäste und Urlauber fühlen sich hier wohl. Quelle: Britta Schulze

Wer die Akustik, das Wasser, die Rutschen, die FKK-Wiese oder vielleicht auch die Wärmehalle und das Beach-Volleyballfeld, die bisher noch gar nicht erwähnt wurden, einmal selbst testen will, hat dafür noch täglich bis zum 2. September die Gelegenheit. Das Bad ist montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr und an Wochenenden ab 8 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 3,70 Euro, alle unter 18 Jahren 1,60 Euro für eine Einzelkarte. Weitere Infos gibt’s auf der Internetseite der Stadt Wolfsburg.

Freibad Fallersleben: Die Anlage auf dem Windmühlenberg zieht täglich viele Gäste an. Quelle: Matthias Leitzke

Von Andrea Müller-Kudelka

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