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Sauer: Anwohner warten auf Wege und Lampen

Riesenärger in Heiligendorf Sauer: Anwohner warten auf Wege und Lampen

Obwohl Anwohner bereits vor Jahren zwischen 20.000 und 30.000 Euro bezahlt haben, lässt der Straßenendausbau im Heiligendorfer Neubaugebiet „Hasenmorgen“ weiter auf sich warten. Kinder müssen auf unbefestigten Straße und im Dunkeln zum Bus laufen – für Anwohner ein Skandal.

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Unbefestigte Straße, keine Beleuchtung: Vermutlich müssen Kinder in Heiligendorf auch im kommenden Winter im Dunkeln zum Bus laufen.

Quelle: Burkhard Heuer

Heiligendorf. Es rumort gewaltig im neuen Wohngebiet „Hasenmorgen“ in Heiligendorf: Händeringend warten die Bewohner darauf, dass die vor Jahren angekündigten Maßnahmen wie Straßenendausbau, Fußwege, Kinderspielplatz und vor allem auch Straßenbeleuchtung realisiert werden. Nun allerdings wurde bekannt, dass die notwendigen Arbeiten offenbar wieder auf die lange Bank geschoben werden.

„Wo ist eigentlich das Geld geblieben, das wir Anlieger bereits vor Jahren an die Stadt bezahlt haben?“, hakte Karsten Thiemann am Donnerstag in der Bürgerfragestunde im Ortsrat Hattorf-Heiligendorf nach. Denn: Jede der rund 100 Bauparteien hat zwischen 20.000 und 30.000 Euro berappt – insgesamt Millionen von Euro.

Eine offizielle Antwort gab es im Ortsrat zwar nicht, aber Ortsbürgermeister Marco Meiners (FDP) hatte sich ebenfalls vorab des Themas schon mal angenommen. „Das Geld wurde offenbar nicht zweckgebunden festgelegt, sondern ist zwischenzeitlich in andere Projekte geflossen“, vermutete er. Das sei legitim und wahrscheinlich durch den Rat abgesichert.

„Dafür kann man kein Verständnis haben“

Als skandalös indes wertete Meiners, dass im Zuge der aktuellen Sparmaßnahmen selbst die notwendigsten Vorbereitungen im Hasenmorgen noch nicht angeschoben würden. So sei zu befürchten, dass im zweiten Winter hintereinander die Kinder morgens auf unbeleuchteten Wegen zur Schule gehen müssen. „Dafür kann man kein Verständnis haben“, sagte Meiners. Die Fachleute in der Verwaltung müssten mindestens dafür sorgen, dass in der kommenden dunklen Jahreszeit eine provisorische Beleuchtung vorhanden sei.

In der Anliegergemeinschaft im Hasenmorgen herrscht derweil blanke Wut. „Kinder Gefahren auszusetzen geht gar nicht“, bemerkte ein Einwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte. Anatoli Vajs aus der Straße am Neuen Teich sagt: „Natürlich macht man sich Sorgen um die Kinder, die in der dunklen Jahreszeit morgens zum Bus laufen müssen.“

Stadt: Keine Garantie, dass der Endausbau 2018 beginnt

Die WAZ hakte bei der Stadt nach, die Antworten dürften die Anwohner nicht erfreuen: „Der Straßenendausbau im Baugebiet Hasenmorgen – dazu gehört auch die Beleuchtung der Straßen – wurde in den Haushaltsberatungen für das laufende Haushaltsjahr 2017 im Rahmen der Haushaltskonsolidierung in das Zukunftsprogramm eingestellt“, teilte Stadtsprecher Ralf Schmidt mit. Heißt: „Der Endausbau lässt sich so in 2017 nicht umsetzen und könnte aus heutiger Sicht vorbehaltlich der Haushaltsplanberatungen in 2018 realisiert werden.“ Könnte – eine Garantie hört sich anders an.

Einige weitere Fragen der WAZ an die Verwaltung blieben gänzlich unbeantwortet: Wie hoch ist die Summe der Anliegerbeiträge für rund 100 Baugrundstücke? Ist es möglich, zumindest für provisorische Beleuchtung und damit für mehr Sicherheit der Kinder zu sorgen?

Von Burkhard Heuer

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