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Fallersleben Planung für Schul-Erweiterung kann bald starten
Wolfsburg Fallersleben Planung für Schul-Erweiterung kann bald starten
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07:02 25.05.2018
Grundschule Sülfeld: Wenn ein Erweiterungsbau kommt, dürfte vom Schulhof nicht mehr viel übrig bleiben. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Sülfeld/Fallersleben

Die Genugtuung war der PUG-Fraktion im Ortsrat Fallersleben-Sülfeld anzusehen, als es in der Ortsratssitzung am Donnerstag um die Grundschule in Sülfeld ging. 500.000 Euro bilden laut Verwaltungsvorlage die Anschubfinanzierung für die vehement geforderte Erweiterung des Gebäudes – und zwar noch in diesem Jahr. Jetzt also doch.

Dank galt der Verwaltung

Zur Erinnerung: SPD und CDU hatten sich in der Haushaltsdebatte im Ortsrat enthalten, als die PUG den Ausbau der Grundschule ganz nach oben auf die Prioritätenliste setzte. Markus Alisch (PUG) erinnerte sich gar an eine Ablehnung. Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist lächelte breit, bat aber schließlich darum, kein Wasser in den Wein zu schütten – denn freuen konnten sich jetzt ja tatsächlich alle Fraktionen. Und auch Schulleiter Rüdiger Golz dankte der Verwaltung.

Einfahrt zum Gelände der Grundschule Sülfeld: Auf dem Nachbargrundstück stehen das Pfarr- und Gemeindehaus. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

In den Kosten enthalten ist die Miete für einen Mobilbau-Unterrichtsraum während der Übergangszeit, denn Fertigstellung ist voraussichtlich frühestens zum Schuljahresbeginn 2020/21. Außerdem umfasst die Gesamtsumme Planungskosten für den Um- und Neubau. Was die neuen Räume selbst kosten werden, steht noch nicht fest. Letztlich sollen sechs entstehen – einer für eine achte Klasse (zurzeit gibt es nur sieben Unterrichtsräume) und weitere für Fachunterricht, Differenzierung und Ganztag.

Mehr Platz auch für den Schulhof

Außerdem braucht die Ganztagskoordinierungsstelle ein Büro, die Mensa muss erweitert sowie Lager- und Sanitärräume angepasst werden. Da auf dem Grundstück danach nicht viel Platz bleiben dürfte, verhandelt die Stadt mit der Kirche, der das Land südlich des Schulgeländes gehört, über eine Erweiterung.

Anfragen der Fraktionen

Anfragen gab’s von PUG und SPD zu demolierten Fuß- und Radwegen im Kleekamp und an der Netzebandstraße. Probleme gibt’s außerdem mit wildem Parken an der Feuerwehrzufahrt in Nähe des Brauhauses. Und die CDU fragte nach, ob die Stadt ein leerstehendes Mehrfamilienhaus in der Schleusensiedlung aufkaufen könnte, um günstigen Wohnraum zu schaffen.

Wohngebiet Landgraben: Auf der heutigen Streuobstwiese soll ein weiterer Bauplatz für ein Einfamilienhaus entstehen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Zweites Hauptthema war der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Landgraben“. Es geht nur um ein einziges Baugrundstück für ein Einfamilienhaus am Rande des Wohngebietes „Landgraben“ – und doch kam Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide persönlich zum Ortsrat Fallersleben-Sülfeld. „Wir wollen Menschen Wohnraum geben, die für die Stadt etwas leisten“, begründete er sein Engagement.

Bedenken vorerst ausgeräumt

Derjenige, der auf der heutigen Streuobstwiese in Fallersleben bauen will, leistet sich selbst auch einiges – die Kosten für Verfahren und Erschließung muss er selbst tragen. Bedenken der PUG-Fraktion, die in der letzten Sitzung noch nicht dafür stimmen wollte, konnte Hirschheide mit Unterstützung des Naturschutzbeauftragten Michael Kühn größtenteils aus dem Wege räumen: Zwei Drittel der Obstbäume könnten stehen bleiben und als Ausgleich würden sogar doppelt so viele neu gepflanzt.

Der direkte Nachbar dürfte, wenn gewollt, seinen Garten auch erweitern. Und wegen der nahen Sportanlage mache er sich gar keine Sorgen, so Hirschheide.

Anwohnerin wundert sich

Eine Anwohnerin meldete sich in der Bürgersprechstunde zu Wort: Ihr diene das neue Haus als Lärmschutz, sagte sie – wunderte sich aber, warum der künftige Nachbar unbedingt dort bauen will.

Von Andrea Müller-Kudelka

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