Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Pastoren-Ehepaar: Letztes Weihnachtsfest in Fallersleben

Zeit für Veränderungen Pastoren-Ehepaar: Letztes Weihnachtsfest in Fallersleben

Last Christmas in Fallersleben. Nach dreizehn Jahren verlassen Holger Hermann und seine Frau Ute Ravens-Hermann die Gemeinde. Die Festtage 2017 durchzieht ein wenig Wehmut.

Voriger Artikel
Friede an der Lärmschutzwand in Ehmen
Nächster Artikel
Frühere A-Jugend traf sich zum 29. Mal im Brauhaus

Last Christmas in Fallersleben: Das Pastoren-Ehepaar Ute Ravens-Hermann und Holger Hermann feiert sein letztes Weihnachtsfest in der Hoffmannstadt, bevor es nach Verden zieht.
 

Quelle: Britta Schulze

Fallersleben.  Es wird ein etwas anderes Weihnachtsfest für Holger Hermann und seine Frau Ute Ravens-Hermann. Für das Pastoren-Ehepaar ist es das letzte Weihnachten in Fallersleben, bevor die beiden nach Verden umziehen.

Die Krippenspiele hatte in der Vergangenheit immer Ute Ravens-Hermann als Pastorin begleitet, oft mit mächtig Zeitdruck: „Manchmal bin ich nach dem Krippenspiel in Fallersleben noch im Talar hinten aus der Kirche raus und zu meinem Sohn, der schon wartete, ins Auto gesprungen, damit ich noch rechtzeitig nach Mörse zum nächsten Krippenspiel kam“, verrät sie lachend.

Jetzt als Zuschauerin

Dieses Jahr wird die Pastorin als Zuschauerin kommen – „hoffentlich mit meiner kleinen Enkeltochter“. Zum Essen gibt es trotzdem das Gleiche wie jedes Jahr: Tomatencremesuppe, Schweinefilet und zum Nachtisch Vanilleeis mit Kirschen – „das lässt sich gut vorbereiten“, hat Ravens-Hermann im Laufe der vielen betriebsamen Weihnachtsfeiern gelernt.

Zeit für Veränderung

Ab Januar arbeitet die Pastorin dann als Militärseelsorgerin in Nienburg. „Es war Zeit, mich beruflich zu verändern“, erklärt sie. Es gehe ihr darum, neue Aufgaben kennenzulernen: „Für eine andere Gemeinde hätte ich mich nie beworben!“ Ähnlich sieht es ihr Mann. „Ich unterstütze den Weg meiner Frau vollkommen“, so Holger Hermann. „Aber wäre uns diese einmalige Gelegenheit nicht vor die Füße gefallen, wäre ich auch von Herzen gerne hier geblieben.“

Nach 13 Jahren in Fallersleben fällt der Abschied schwer: „Die schöne Kirche wird mir wirklich fehlen“, so Ravens-Hermann. „Und natürlich die Menschen, besonders die Kinder und Jugendlichen, mit denen ich gearbeitet habe.“ Auch die kleine Dorfkirche in Mörse sei ihnen ans Herz gewachsen, ergänzt Holger Hermann: „Wenn es da an Weihnachten richtig voll ist, herrscht eine ganz besondere Nähe, die Kinder sitzen um einen herum und zupfen am Talar – das ist für mich Weihnachten.“

Von Frederike Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fallersleben