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Fallersleben Pastor Hartmut Keitel verlässt den „kleinen Vatikan“
Wolfsburg Fallersleben Pastor Hartmut Keitel verlässt den „kleinen Vatikan“
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18:05 21.06.2018
Abschied: Pastor Hartmut Keitel, hier am Brunnen in Ehmen vor Ludgeri-Kirche und Kolumbarium, geht in den Ruhestand. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Ehmen

Das gilt für die „gelungene Fusion“ im Kirchenkreis, insbesondere aber für Ehmen. Auf dem Küsterberg entwickelte sich „der kleine Vatikan“, wie Keitel das Ensemble mit Kirche, Pfarrhaus, Gemeindehaus und Kolumbarium rund um den Brunnen-Platz scherzhaft nennt. Auch die Kerken-Kita wuchs. „Dabei war es überhaupt nicht meine Absicht, ein Baumeister zu werden“, sagt der Pastor, der von 1992 bis 1996 als Studiendirektor junge Kollegen ausgebildet hatte und dann aus persönlichen Gründen einen neuen Wirkungskreis suchte.

Neuer Mittelpunkt im alten Ortskern

Die Arbeit in Ehmen begann mit Kauf und Ausbau der alten Schule, die ins Gemeindehaus umgewandelt wurde. Dann entwickelte sich bis 2004 als neuer Mittelpunkt des alten Ortskerns der Platz für Freunde und Feste mit „Pastors Badewanne“ – dem Senkgarten – und Brunnen. Zum Schluss kam 2015 die Kapelle mit Kolumbarium hinzu.

Dank Kirchenvorstand wurden viele Ideen Wirklichkeit: Katharina und Bernd Hansmann (l.) mit Pastor Hartmut Keitel und Vikar Keno Eisbein (2.v.l.) mit dem Modell des Kolumbariums. Quelle: Boris Baschin

„Wir hatten nicht nur gute Ideen, wir konnten sie auch umsetzen“, schwärmt Keitel von der Zusammenarbeit im Kirchenvorstand. Auch die Stadtverwaltung lobt er, speziell als Kooperationspartner beim Bau von Kindertagesstätten des Kirchenkreises. Langweilig wurde es für Keitel auch im Kirchenparlament nie, hinzu kam sein Engagement in der AG der christlichen Kirchen der Region und im Abraham Forum, das 2013 im Rahmen des Widerstands gegen Neonazis gegründet wurde.

Gelebte Vielfalt der Religionen

Gern erinnert sich Keitel an einen der jüngsten Höhepunkte seines beruflichen Schaffens: die „gelebte Vielfalt“ religiöser Gemeinschaften beim Niedersachsentag in Wolfsburg. Nach der Demission von Superintendentin Dr. Hanna Löhmannsröben hatte er die Organisation übernommen.

Respekt: Die Demission von Dr. Hanna Löhmannsröben empfand Pastor Hartmut Keitel als schmerzlich. Quelle: WAZ-Archiv

Die Entzweiung, die zum für Außenstehende überraschenden Abschied der Superintendentin geführt hatte, habe er als „sehr, sehr schmerzhaften Prozess“ empfunden, weil es nicht gelungen sei, dass alle zueinander finden. „Man kann ihr nichts vorwerfen, man muss ihr Respekt zollen“, betont Keitel. Durch ihren Weggang habe sie dem Kirchenkreis weiteren Schmerz erspart.

Zukunftspläne

Jetzt geht er selbst – offiziell am 1. August. „Bis Ende des Jahres schaue ich mal, was es mit mir macht, dass ich nichts mache“, sagt der zurzeit noch stark beschäftigte Geistliche. Nichts tun? Wirklich? Nicht ganz: Im September ist eine Reise nach Griechenland geplant, dort will er eine Sprachschule besuchen. Und seine Enkel in Hamburg und Berlin können sich öfter auf Besuche vom Opa freuen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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