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Fallersleben Aktivspielplatz funkt SOS – Ortsrat will helfen
Wolfsburg Fallersleben Aktivspielplatz funkt SOS – Ortsrat will helfen
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23:15 22.08.2018
Aktivspielplatz Fallersleben: Im Frühjahr verstarb der Hausmeister – doch Gebäude und Tiere brauchen Pflege. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Fallersleben

Haushaltsanträge für 2019 gab’s im Ortsrat Fallersleben-Sülfeld am Mittwochabend, wie angekündigt, nicht – aber einen interfraktionellen Antrag mit Eilvermerk für den Aktivspielplatz (ABBI) und eine ausführliche Diskussion über das neue Bibliothekskonzept.

Tiere brauchen Pflege

Der ABBI funkt SOS! Der neue Vorstand des Elternvereins kämpft kurz nach dem Generationen- und Leiterwechsel mit ungeahnten Schwierigkeiten: Anfang 2018 war der langjährige Hausmeister verstorben. Erst hatte ein gelernter Koch den Job im Auftrag der Stadt übernommen, dieser wurde jedoch in eine Kantine versetzt. Damit war nicht nur der Mensch weg, sondern auch die Stelle. „Wir müssen etwas tun!“, sagte Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG). Ingrid Leitner (SPD) stimmte zu: „Die Tiere dort kann man nicht sich selbst überlassen.“ Olaf Niehus (Grüne) hatte zwar erfahren, dass der Geschäftsbereich Jugend schon eine Lösung sucht, alle anderen waren sich aber einig, dass der Antrag der Sache Druck verleiht. So soll er auch sofort ans Jobwerk und die Flüchtlingshilfe weitergeleitet werden, um möglicherweise gleichzeitig bei der Integration arbeitsberechtigter Asylbewerber zu helfen.

Reicht Bibliotheken das Personal?

Engagiert erläuterte Annette Rugen von der Stadtbibliothek das neue Konzept. Einige Ziele für Fallersleben und Sülfeld: Stärkere Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas, mehr Angebote für alleinstehende Senioren, mehr Lesungen oder ein Café und längere Öffnungszeiten. Die SPD fragte nach, ob das mit dem knappen Personalschlüssel überhaupt möglich ist, warum die stadtweite Einführung der automatischen Ausleihe bis zu fünf Jahre dauern muss und wie viel alles kostet. Die Antworten reichten den Politikern nicht – und Weist plädierte dafür, dass sich die Fachausschüsse näher damit befassen sollten. Der Ortsrat stimmte erst einmal nur dem Konzept-Teil zu, der sich direkt auf die Ortsteile bezieht.

Sülfeld wartet auf Kapellen-Anbau

Andere Infos als vom Ortsrat Fallersleben-Sülfeld erhofft, lieferte die Verwaltung in ihren Berichten. „Da schwillt mir der Kamm!“, schimpfte Henning Ernst (CDU), als Thomas Nüsse (Hochbau) eröffnete, dass noch ein Bauantrag für die Erweiterung der Sülfelder Friedhofs-Kapelle durch Flachdach und Schutzwand (Kosten: 24.000 Euro) gestellt werden muss und der Bau erst 2019 starten kann. Die Verwaltung wolle „alles tun, damit es so schnell wie möglich geht“, so Nüsse nach Rüge des Ortsrats.

Kleekamp-Probleme ungelöst

Auch Silke Lässig (Stadtplanung) erfreute die Politiker nicht – denn beim Thema Kleekamp konnte sie nur anbieten, ein Gespräch mit Bauwilligen und dem Investor zu organisieren, der zuständig sei. Warum sich der Baustart um sechs Monate verschiebt (WAZ berichtete), wusste sie nicht. An dem Baustopp wegen der Prüfung der LSW-Leitungsarbeiten liege es jedenfalls nicht. Zweiter Knackpunkt: Die Verlegung von Grundstücks-Zufahrten sei schwierig – der gesamte Erschließungsplan baue auf deren Lage auf und kleine Änderungen zögen vieles andere nach sich.

Kleekamp Fallersleben: Die Freigabe der Grundstücke verschiebt sich laut E-Mail-Nachricht des Investors an die Bauherren um sechs Monate. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Zum Cocksfeld in Sülfeld heißt es weiterhin: Wegen der zu erwartenden Kosten für Entwässerung, Natur- und Lärmschutz werden erst andere Baugebiete erschlossen. Irgendwann soll es weitergehen – dann laufe parallel das Umlegungsverfahren. Der Stadt gehöre bis jetzt nur ein Sechstel der 13 Hektar Baufläche.

Von Andrea Müller-Kudelka

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