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Offener Brief zu den Westerstraßen-Plänen

Wolfsburg-Fallersleben Offener Brief zu den Westerstraßen-Plänen

In einem offenen Brief äußert sich eine Interessengemeinschaft aus Anwohnern, Kunden und Geschäftsleuten zur geplanten Verkehrsberuhigung in der Fallersleber Westerstraße.

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Liebe Leserinnen und Leser,
wir möchten in diesem Schreiben für die Geschäftsleute und einen Großteil der Anwohnerschaft sowie Kunden der ansässigen Läden, die von geplanten Änderungen des Ortsrats hinsichtlich der Verkehrsführung betroffen sind, sprechen.

Wir empfinden die Haltung der Stadt und des Ortsrates als nicht hinnehmbar, da selbst nach der Informationsveranstaltung, bei der viele Sorgen aber auch Anregungen und Ideen von den Zuhörern geäußert wurden, keine  Bewegung in die Diskussion um die Art und Weise der  Umsetzung gekommen ist. Vielmehr blieben Vorschläge unbeachtet und viele Fragen offen. Dieser Zustand erzeugt eine entsprechend skeptische und ablehnende Haltung den Plänen gegenüber, da diese vielen als praxisfern erscheinen. Zudem bleibt fragwürdig, ob die geplante Änderung überhaupt eine Wirkung in gewünschtem Maß erzielen kann, da diese für das Gros der Probleme keine Lösung darstellt und eine Beweisführung seitens der Stadt hierfür schuldig blieb.

Wir unterstützen die Bestrebungen des Ortsrates, dass sich an der aktuellen Situation etwas ändern muss, um die Altstadt von Fallersleben als attraktiven Standort zu sichern und für alle lebenswert erhalten zu können. Hierfür sind Änderungen des aktuellen Zustands notwendig, diese dürfen aber nicht über die Köpfe der Ansässigen hinweg entschieden und diktiert werden. Es sollte daher aus unserer Sicht eine Lösung im Kontext mit den Betroffenen gefunden werden. Demokratie lebt durch Diskussion und nicht die einstimmige Entscheidung einzelner, denen örtliche Umstände und Bedürfnisse vielleicht gar nicht bewusst sind. Am meisten stören wir uns an der Endgültigkeit des Ortsratsvorstoßes und würden begrüßen, dass wenn eine Änderung der aktuellen Situation wie geplant stattfindet, diese in einem zeitlich begrenzten Rahmen getestet wird und den Beweis der Tauglichkeit aufzeigen soll. Sofern dies nicht zutreffend ist, kann flexibel reagiert und eine Abänderung diskutiert werden. Dies wäre bürgernahe Politik.

So sollte bedacht werden, dass Fallersleben auch durch den Verkehrsfluss lebt, einige Geschäfte davon abhängig sind und gerade durch den Fluss Attraktivität entsteht. Wir stimmen zu, dass Verkehrsbewegungen, die lediglich zur Abkürzung durch die Altstadt stattfinden, verhindert werden müssen, dies erzielt man aber auch durch andere Maßnahmen als eine Komplettsperrung in eine Fahrtrichtung. Lösungsvorschläge der Ansässigen hierzu fanden leider keine Beachtung.

In Bezug auf die Parkplatzsituation und das wilde Abstellen von Fahrzeugen bringt die vom Ortsrat eingebrachte Lösung nur punktuell Besserung, verschärft aber im gleichen Maße anderenorts die Situation. Es müssen Lösungen gefunden werden die nicht eine Verlagerung sondern eine Verbesserung der aktuellen Umstände bringen. Wir würden es begrüßen wenn hierfür unsere Anregungen überhaupt gehört werden würden.

Die häufig aufgeführte Problematik der Geschwindigkeitsüberschreitungen wird sich durch die geplanten Änderungen nicht verbessern, ferner sehen wir hier als erstes die Einhaltung der bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzung zu gewährleisten. Die Verkehrsführungsänderung wird keinen Einfluss auf das Verhalten der Fahrzeugführer haben, sondern im Zeitraum nach der angestrebten Umsetzung eine zeitweilige Verschärfung gerade im Bereich der Hoffmannstraße herbeiführen.

Wir würden begrüßen, wenn im Rahmen einer neuerlichen Veranstaltung gemeinsam Lösungskonzepte erarbeitet werden, die für alle Seiten tragbar sind. Zudem dürfen auch die in der Kürze der Zeit gegen die Umsetzung gesammelten 1150 Unterschriften nicht einfach ungeachtet verhallen.

Mit freundlichen Grüßen
Interessengemeinschaft aus Anwohnern, Kunden und Geschäftsleuten

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