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Neue Gestaltungssatzung soll Abrisse verhindern

Fallersleben Neue Gestaltungssatzung soll Abrisse verhindern

Eine neue Gestaltungssatzung für Fallersleben ist in Vorbereitung. Ziel von Verwaltung und Ortsrat ist es, Baudenkmäler in Fallersleben zu erhalten – auch solche ohne Fachwerk.

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Baudenkmäler sollen in Fallersleben erhalten werden: Am Rande der neu zu planenden Bebauung im Kleekamp (r.) wurden alte Gebäude abgerissen.

Quelle: Fotos: Matthias Leitzke/Stadt Wolfsburg

Fallersleben. Über viel historische Bausubstanz verfügt die junge Stadt Wolfsburg nicht. Dort, wo es sie gibt, soll sie künftig besser geschützt werden – beispielsweise in Fallersleben, wie Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide dem Bau- und Planungsausschuss jetzt versprach.

Dort hatte sich eine lebhafte Diskussion über das neue Baugebiet Kleekamp entzündet. Nicht nur, dass Nachbarn Sorge hätten wegen zu massiver Neubau-Körper, wie Kristin Krumm (FDP) und Ralf Krüger (SPD) zu berichten wussten. Dort sei schon gesündigt worden, beschwerte sich Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG): „Es ist außerordentlich bedauernswert, dass historische Gebäude bereits abgerissen wurden, weil sie nicht als wertvoll eingestuft wurden.“

Unumwunden räumte Hirscheide ein: „Die aktuell gültige Erhaltungssatzung hat ihren Namen kaum verdient.“ Die Verwaltung erarbeite eine neue Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für Fallersleben, damit es künftig einen Abriss „von Gebäuden mit so einer Bedeutung“ nicht mehr geben werde.

Doch das dauert. Wie soll verhindert werden, dass potenzielle Investoren bis dahin gezielt auf die Schnelle abreißen, wollte Frank Richter (Grüne) wissen. Schon mit der Erarbeitung der neuen Satzung und einer damit einhergehenden Bestandsanalyse von Gebäuden „können wir mit Bauanträgen künftig ganz anders umgehen“, beruhigte ihn der Stadtbaurat. Und Geschäftsbereichsleiter Peter Albrecht erklärte, man habe zuletzt „schon geplante Abrisse abgelehnt“. Allerdings musste er einräumen: „Häufig ist so etwas nicht genehmigungspflichtig, dann erfahren wir erst hinterher davon.“

Gegen „ausgebuffte Architekten und Investoren“ müsse man gegebenenfalls mit einer Veränderungssperre vorsorgen, schlug Weist vor. Hirschheide versicherte: „Wir können jetzt schon restriktiver sein als früher.“ Allerdings: „Wir werden nicht das gesamte Wolfsburger Stadtbild unter Schutz stellen“ – sonst beschneide man auch eigene Handlungsmöglichkeiten.

Von Ulrich Franke

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