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Nein zum Innenfahrstuhl: Stadt muss jetzt klagen

Wolfsburg-Fallersleben Nein zum Innenfahrstuhl: Stadt muss jetzt klagen

Fallersleben . Diese Stellungnahme hatte sich angebahnt. Jetzt hat das Landesamt für Denkmalpflege seine Position zu einem Innenfahrstuhl im Schloss Fallersleben auch offiziell bezogen - und sich wie erwartet dagegen ausgesprochen. „Das ist keine Überraschung“, reagierte Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist in der gestrigen Ortsratssitzung gefasst.

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Hängepartie um den Schlossfahrstuhl. Das Landesamt für Denkmalpflege lehnt eine Innenlösung ab. Jetzt muss und wird die Stadt wahrscheinlich klagen.

Quelle: Mike Vogelsang

Die Planung eines Innenaufzugs ist seitens der Stadt mit der Erstellung des Bauantrages in der ersten Phase abgeschlossen. Gestern wurde die Stellungnahme des Landesamtes veröffentlicht. „Die staatliche Denkmalfachbehörde sieht aufgrund der erheblichen Eingriffe in die Denkmalsubstanz keine Genehmigungsfähigkeit“, so Stadtsprecherin Elke Wichmann.

Mit dieser Antwort war zu rechnen. Spannender ist, wie es nun weitergeht. Folgt man der Auffassung des Landesamtes, ist der Bauantrag grundsätzlich denkmalrechtlich abzulehnen. Zuständig für die Ablehnung ist die Untere Denkmalschutzbehörde, die wiederum der Stadt Wolfsburg unterstellt ist. Das kuriose Oroblem: Die Stadt selbst ist der Auffassung, dass dem Landesamtes nicht gefolgt wird und der Bauantrag genehmigt werden sollte.

Jetzt landet die Sache wohl vor der Obersten Denkmalschutzbehörde, dem Landesministerium für Kultur, Wichmann: „Hier ist zu erwarten, dass das Ministerium der Auffassung des Landesamtes folgt und die Stadt Wolfsburg im Rahmen der Fachaufsicht anweist, die Genehmigung der Innenlösung zu versagen.“ Dagegen kann und wird die Stadt wohl klagen.

api

Keine Barrierefreiheit: Kritik an der Kritik

Fallersleben . Hohe Wellen schlug gestern die Kritik des Behindertenbeirates in der WAZ, dass die Hoffmann-von-Fallersleben-Ausstellung im Schloss ohne Barrierefreiheit eröffnet wird. „Die Vorwürfe gegen den Ortsrat entbehren aus meiner Sicht jeglicher Grundlage“, stellt Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist klar.

Christine Preschel, Vorsitzende des Behindertenbeirates, hatte dem Ortsrat vorgeworfen, bei der Planung „gegen einen barrierefreien Zugang“ gestimmt zu haben. Das ließ Weist nicht so stehen. „Der barrierefreie Zugang wurde zu keinem Zeitpunkt von jemandem in Frage gestellt“, sagt sie. Im Abstand von einigen Monaten habe sie immer wieder nach dem Stand des Verfahrens gefragt. „Da wurde mir berichtet, dass alle Unterlagen eingereicht worden seien; eine Stellungnahme oder Entscheidung gebe es noch nicht. Als die Museumsleitung jüngst über die Eröffnung berichtete, gab es die gleiche Antwort.

api

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