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Metropol: Smartphone-Apps für barrierefreies Kino

Wolfsburg-Fallersleben Metropol: Smartphone-Apps für barrierefreies Kino

Fallersleben. Bei aller Nostalgie, die bei einem Besuch im altehrwürdigen Fallersleber Metropol-Kino in Fallersleben aufkommt - in Sachen Technik gehen die Schwestern Susanne Knape und Barbara Rücker immer mit der Zeit. Jetzt setzen sich die Betreiberinnen für die Verbreitung einer Technologie ein, die sehbehinderten und hörgeschädigten Menschen einen barrierefreien Kinogenuss bescheren soll. Die Smartphone-Applikationen (Apps) „Greta“ und „Starks“ arbeiten mit Audiokommentar und Untertiteln.

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Nostalgisches Kino, neueste Technik: Das Metropol in Fallersleben unterstützt die Apps „Greta“ und „Starks“ für Hörgeschädigte und Sehbehinderte.

Quelle: Foto: Hensel

„Das System ist relativ neu und bislang auch unter Betroffenen kaum bekannt. Jetzt liegt es vor allem in der Hand der Kinobetreiber, dafür noch stärker zu werben“, findet Rücker. Mit „Wir sind die Neuen“ läuft im Metropol am kommenden Donnerstag erstmals ein Film an, der die Apps „Greta“ und „Starks“ unterstützt. Sie können kostenfrei auf das Smartphone geladen und dann für alle Filme genutzt werden, die mit der Technik arbeiten. „Im Kinosaal geht dann alles automatisch“, erklärt Knape.

„Greta“ richtet sich an Sehbehinderte. Die App erkennt den Film selbstständig und beschreibt synchron über Kopfhörer in knappen Worten wichtige visuelle Elemente der Handlung, Gestik und Umgebung. Die Beschreibung wird in den Dialogpausen eingesprochen. Ein Fallersleber, der die Technik bereits aus der Oper kennt, ist Johannes Pietralla, Vorsitzender der Selbsthilfe-Vereinigung für Menschen mit Netzhautdegeneration „Pro Retina“. Den Premierenfilm im Metropol wird er sich mit seiner Frau anschauen. „Das ist ein Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität“, sagt er.

Auch die App „Starks“ kann im Fallersleber Kino genutzt werden. Für Hörgeschädigte werden hier durch Untertitel alle Dialoge und wichtigen Umgebungsgeräusche auf dem Display des Smartphones angezeigt. Noch ist die Anzahl der Filme, die die Apps unterstützen, begrenzt. Aber, so Knape: „Wir hoffen, dass es mit der Zeit immer mehr werden.“

api

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