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Mauerbau ruht: Arbeitsgruppe soll weiter diskutieren

Ehmen Mauerbau ruht: Arbeitsgruppe soll weiter diskutieren

Die Bürgerversammlung in Ehmen zum Lärmschutz verlief für keine Seite besonders zufriedenstellend. Die Verwaltung fand nur wenig Verständnis und die Anwohner müssen von ihrer Maximalforderung, die Mauer abzureißen, wohl abrücken. Jetzt soll eine Arbeitsgruppe nach einem Kompromiss suchen.

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Bürger an der Mauer: Der Beton lässt wohl nicht mehr wegdiskutieren – aber vielleicht hinter einer Hecke verbergen.
 

Quelle: Boris Baschin

Ehmen.  Keine leichte Aufgabe für Silke Lässig: Als – unbeteiligte – Vertreterin der Verwaltung übernahm sie am Dienstagabend die Moderation bei der Bürger-Info-Veranstaltung zum Lärmschutz am Baugebiet „An der Gärtnerei“ in Ehmen. Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Stadtplaner Peter Albrecht und Investor Thorsten Schmidt saßen auf dem Podium, mehr als 200 erboste Bürger davor. Ihre Forderung: Die Mauer muss weg!

Schilder mit diesem Slogan hatten zwei Anlieger am Eingang verteilt und etliche Besucher der Veranstaltung nahmen sie gern , um sie im Laufe des Abends hochzuhalten. „Ja, es ist angekommen“, sagte Hirschheide irgendwann fast resignierend. Zuvor hatten Verwaltung und Anwohner meist aneinander vorbei geredet. Das Podium hoffte auf Vorschläge zur weiteren Gestaltung der Wand, die Bürger dagegen zweifelten noch immer grundsätzlich an der Notwendigkeit für ihren Bau.

Erklärungen und Entschuldigungen

Erklärungen und Entschuldigungen: Stadtplaner Peter Albrecht (stehend) erläuterte das Bauplanverfahren. „Dass das jetzt nicht die glücklichste Variante ist, darüber sind wir uns alle einig.“

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Daran änderten auch die Infos zum Sachstand nichts. Der sieht so aus: Egal ob mit oder ohne Ampel an der gerade entstehenden Kreuzung ins Baugebiet – eine durchgängige, drei Meter hohe Lärmschutzwand ist Pflicht. „Wir können versuchen, dafür zu sorgen, dass sie nicht so Scheiße aussieht“, wählte Hirschheide nach dem Zwischenruf „Bürgernähe“ recht deutliche Worte. „Ich glaube nicht, dass ein bisschen Efeu hilft“, sagte Anwohner Edgar Stange, was alle Bürger dachten. Dann folgten jede Menge Vorwürfe sowie Entschuldigungen, Erklärungen und Beschwichtigungsversuche vom Podium. Erst kurz vor Schluss begann eine annähernd konstruktive Diskussion. Investor Schmidt schlug dabei vor, die Wand wahlweise hinter eine Hecke, Klinkern, Gambionen oder einer Holzfassade zu verstecken. In einer Arbeitsgruppe mit Ortsratsvertretern, Verwaltung und einer Handvoll Bürger soll weiter diskutiert werden. Bis es Ergebnisse gibt, ruht der Mauerbau. Es fehlen noch etwa 30 Meter.

Von Andrea Müller-Kudelka

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