Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Lärmschutz sorgt für Ärger: „Die Mauer muss weg!“

Anwohner-Protest gegen Betonwände am Neubaugebiet Lärmschutz sorgt für Ärger: „Die Mauer muss weg!“

Wird Ehmen bald zu einem geteilten Dorf? Wenn man sich die Lärmschutzwand entlang des Neubaugebietes „An der Gärtnerei“ so anschaut, könnte tatsächlich die Vermutung aufkommen, dass die Berliner Mauer wieder hochgezogen wird. Die wuchtigen Betonplatten sorgen für großen Unmut in Ehmen...

Voriger Artikel
DRK-Kita wächst um 1000 Quadratmeter
Nächster Artikel
Kulturabend am Gymnasium: Viel Applaus für Nachwuchstalente

Diese Mauer sorgt für Ärger: Die Lärmschutzwand entlang das Baugebietes „An der Gärtnerei“ sieht trist und wuchtig aus. Anwohner befestigten Protest-Plakate am Bauzaun.
 

Quelle: privat

Ehmen.  Dieser Anblick sorgt für Empörung, Unverständnis und bisweilen auch Wut: Eine graue, wuchtige Mauer entsteht aktuell rund um das Neubaugebiet „An der Gärtnerei“ auf dem alten Baltin-Gelände in Ehmen. Entsetzte Anwohner haben in der Nacht zu Samstag Plakate aufgehängt, auf denen zu lesen ist: „Die Mauer muss weg!“ Und auch Ortsbürgermeister Peter Kassel schüttelt den Kopf: „Dass es einen Lärmschutz geben wird, war klar – aber nicht dass die Berliner Mauer mitten in Ehmen wieder aufgebaut wird!“

Der Lärmschutzwall rund um das Neubaugebiet erinnert tatsächlich ein Stück weit an die unschöne Seite der Deutsch-Deutschen-Geschichte. Anwohner sind ganz offensichtlich ganz und gar nicht einverstanden mit der tristen Betonwand und hinterließen plakative Botschaften am Bauzaun: „Die Mauer muss weg!“, „Flower Power – keine Mauer“ und „Trumps Mauer in Wob?“ steht auf den Plakaten. „Das ist eine schöne Protestaktion gegen diese schreckliche Mauer“, sagt eine Bürgerin, die die Plakate wie viele andere Ehmer am Samstagmorgen entdeckte.

Den Unmut kann Ortsbürgermeister Peter Kassel (CDU) durchaus nachvollziehen: „Ich bin verärgert, über dieses sehr instinktlose Vorgehen.“ Er habe bereits Kontakt zu Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide aufgenommen und wolle sich am Montag mit ihm treffen. Ein Lärmschutz entlang der Möser Straße muss zwar sein, „aber doch nicht so.“

Auf dem alten Gelände von Baltin-Stauden wird seit Sommer gearbeitet. Es entstehen Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Doppelhäuser. Das alte Geschäftsgebäude von Baltin bleibt erhalten, laut Plänen des Investors sollen mit Beginn des nächsten Jahres die Hochbauarbeiten starten.

Von Claudia Jeske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fallersleben

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr