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Kritik: Vertreiben Auerochsen die Schwalben?

Wolfsburg-Fallersleben Kritik: Vertreiben Auerochsen die Schwalben?

Fallersleben. Auf Kritik stößt der Plan der Stadt, auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Auerochsen weiden zu lassen. Harald Winkler (Skarabeus Biotopschutz) und Robert Wieczorek (Hegering Fallersleben) machen sich Sorgen um Uferschwalben und Bodenbrüter.

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Kritik: Harald Winkler, Robert Wieczorek und Fabian Delert (v.l.) fürchten um das Leben der Vögel, die am Boden brüten.

Quelle: Foto: Hensel

Stadtsprecherin Elke Wichmann teilt mit, dass „eine überschaubare Zahl weiblicher Auerochsen“ mit Kälbchen auf der Rübenanlieferfläche und am Stapelteich weiden sollen. Noch vor dem 1. März (Brutzeit) wurden Schneisen ins Gehölz geschnitten; danach begann der Aufbau des Weidezauns.

„Das ist ein eklatanter Eingriff. Die Rinder werden alles zertrampeln“, so Winkler. Auch Jagdpächter Robert Wieczorek ist sauer: „Hier wurde in Naturschutz investiert und auf einmal ist das nichts mehr wert, weil es schwierig ist, die Auerochsen des VW-Naturschutz-Projekts zu vermarkten“, vermutet er.

Tatsächlich soll die Maßnahme helfen, die Zahl der Tiere zwischen Kästorf und Warmenau im Rahmen zu halten. Wichmann sagt aber: „Der Aufenthalt auf der Fläche wird jeweils nur vorübergehend sein.“ Mit dem Pächter sei außerdem vereinbart, dass Teile für brütende Vögel abgetrennt werden.

Aus Sicht der Stadt hat das Konzept Vorteile: Die Wildschweine, die die Vögel jetzt stören, würden verdrängt und die Sandauflage der Fläche müsse sowieso von Zeit zu Zeit verletzt werden, damit sich Pflanzen entwickeln. Das könnten Rinder mit ihren Hufen erledigen. Dr. Christoph Stein (BUND) setzt sein Vertrauen ins Umweltamt, das das Konzept entwickelt hat. Er hofft, dass so die Bodenbrüter im Bereich der Aller bei Kästorf wieder mehr Ruhe bekommen, wenn es dort weniger Rinder gibt. „Allerdings hat es mich sehr geärgert, dass die Naturschutzverbände im Vorfeld nicht informiert wurden“, sagt er.

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