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Fallersleben Kleekamp-Freigabe verschoben – Mehrkosten drohen
Wolfsburg Fallersleben Kleekamp-Freigabe verschoben – Mehrkosten drohen
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07:00 10.08.2018
Kleekamp: Künftige Bauherren klagen über mangelnde Kommunikation durch den Investor, Fehlplanungen und wenig Kooperationsbereitschaft von Seiten der Bauverwaltung. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Fallersleben

Es läuft nicht rund im Kleekamp: Jetzt rufen künftige Hausbesitzer im Fallersleber Baugebiet um Hilfe. Erst auf Nachfrage erfuhren sie von der Kleekamp-Gesellschaft, dass sich die Freigabe der Grundstücke nochmals verschiebt – offenbar um rund sechs Monate.

Aus sechs Wochen werden sechs Monate

Schon die Planung (Start 2012) zog sich. Bis zum Ratsbeschluss wurde der Bauplan mehrfach geändert. Als die Arbeiten 2018 starteten, legten Umweltschützer Beschwerde gegen die Trassenführung für Leitungen der LSW ein. Während der Prüfung gab es einen Baustopp, vom 6. Juni bis 20. Juli. Bis dahin war geplant, dass Einfamilienhäuser ab Frühjahr 2019 wachsen können. Jetzt ist von Herbst die Rede. „Sechs Wochen können doch keine Verzögerung von sechs Monaten verursachen“, zweifelt Wolfgang Heise.

Freude aufs neue Heim ist getrübt: Wegen der Verzögerungen rechnen die künftigen Fallersleber mit Mehrkosten – denn zum Teil hatten sie schon Material und Firmen bestellt. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Verzweifelt ist Sandra Müller: Sie und ihr Mann haben das alte Haus schon verkauft. Jetzt lebt die fünfköpfige Familie samt Hund in einer drei-Zimmer-Wohnung – eigentlich nur als Übergang gedacht. 18 Mitglieder hat eine Whats-App-Gruppe von Kleekamp-Bauherren, die mit Problemen kämpfen: Finanzierungen und Termine mit Firmen wackeln. Heise: „Hätte man uns doch nur früher Bescheid gegeben!“

Baustopp beendet: Seit Mitte Juli laufen die Erschließungsarbeiten im Kleekamp weiter. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Zweites Ärgernis: Offenbar habe das Planungsbüro bei etlichen Grundstücken Zufahrten nicht angepasst. Sie seien für Doppelhaushälften statt für Einfamilienhäuser gedacht. Und nach anfänglicher Kooperationsbereitschaft der Stadt bekamen Antragsteller, die das nachträglich ändern wollten, im Juni eine Absage. „Einzelfallprüfungen wird es nicht geben“, so Heise und Thomas Kurella.

Probleme mit den Zufahrten

Stadtsprecher Ralf Schmidt dagegen sagt, es werde durch aus geprüft – in einigen Fällen sei eine Änderung aber rechtlich nicht möglich gewesen. Unter anderem gehe es darum, dass sich die Anzahl und Lage der öffentlichen Stellflächen nicht ändern darf. Das sei unabhängig davon, ob ein Doppelhaus oder ein Einfamilienhaus gebaut wird. auch Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist konnte da nichts ausrichten. „Für die nächste Ortsratssitzung am 22. August erwarten wir einen Bericht der Verwaltung zu den Baugebieten Kleekamp und Cocksfeld“, kündigt sie an.

Der Investor wollte sich der WAZ gegenüber nicht zur Kritik äußern. „Unsere Vertragspartner können uns jederzeit direkt ansprechen“, sagte Geschäftsführer Martin Streppel.

Von Andrea Müller-Kudelka

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