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Kersiek-Ärger: Nachbarn verteilen 900 Flugblätter

Wolfsburg-Ehmen/Mörse Kersiek-Ärger: Nachbarn verteilen 900 Flugblätter

Ehmen/Mörse . Der Ärger um Vorgärten im Kerksiek reißt nicht ab. Viele Anwohner sollen meist aufwändig mit Sand, Kies, Stein oder Rindenmulch gestaltete Flächen auf ihren Grundstücken entsiegeln, laut Stadt aus Gesetzesgründen. Im Rathaus wird jeder Einzelfall geprüft, im Kerksiek wollen sich Bürger jetzt zusammenschließen.

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Vorgarten im Kerksiek: Wolfgang Winkler findet, dass die Verwaltung die Vorschrift zur Versiegelung von Flächen zu eng auslegt. Inzwischen hat sich auch eine Bürgerinitiative gegründet.

Quelle: Manfred Hensel

900 Flugblätter wurden von den „Kerksieknachbarn“ verteilt. Die Bürgerinitiative will „öffentlich Druck machen“, weil die Stadt nicht mit sich reden lasse - und formalrechtlich gesehen auch nicht angreifbar ist. Hintergrund: Die Stadt beruft sich aufs Landesgesetz, das nur eine maximale Versiegelung von 25 Prozent der Fläche durch das Haus und bis 37,5 Prozent durch Nebenanlagen erlaubt.

„Aber andere Kommunen behandeln das völlig anders“, sagt Anwohner Wolfgang Winkler, der die gleichen Ansichten vertritt wie die Initiative, „sie legen das Gesetz lange nicht so streng aus.“ Möglich wäre es zum Beispiel, Flächen mit wasserdurchlässigen Materialien nur zum Teil als versiegelt anzurechnen. „Man kann doch nicht den Leuten vorschreiben, dass sie drei Parkplätze vorhalten müssen, und sich dann über Versiegelung beklagen, wenn alles fertig ist“, so Winkler. Was besonders Eltern im Kerksiek ärgert: Auch Sandkisten oder in den Boden eingelassene Trampoline werden mitgerechnet.

Bei der Initiative mit der Email-Adresse kerksieknachbarn@gmx.de haben sich bisher nach eigenen Angaben fast 100 Sympathisanten gemeldet. Geplant ist, Politik und Verwaltung zu einem Info-Diskussionsabend einzuladen.

amü

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