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Fallersleben Karl Kiene: Fallersleber Urgestein wird 75 Jahre alt
Wolfsburg Fallersleben Karl Kiene: Fallersleber Urgestein wird 75 Jahre alt
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20:00 14.07.2017
Ein Fallersleber Urgestein wird 75 Jahre alt: Karl Kiene vor dem Westertorbrunnen, für den er 1978 die Patenschaft übernahm, mit einem Gesangbuch seiner Familie von 1789.  Quelle: Britta Schulze
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Fallersleben

 Seine Familie, sagt er, sei seit 1715 in der Westerstraße. Sich persönlich wolle er nicht gern in den Mittelpunkt stellen. So wird am Sonntag nur im engsten Familienkreis gefeiert. Aber die Geschichte Fallerslebens, die er ein Stück weit mit geprägt hat, liegt ihm am Herzen.

„Ich sehe mich zuerst als Deutschen, dann als Fallersleber, als Preußen, Niedersachsen und Europäer“, sagt der Tischlermeister, der ein Bestattungsunternehmen führt. Sein Vater führte ein Möbelhaus. Die Männer der Familie hätten die unterschiedlichsten Berufe ausgeübt, angefangen bei einem Urahn, dem Müller der Schwinkermühle in Heiligendorf. Kienes eigener Job ist Berufung: „Ich mache weiter, bis es gar nicht mehr geht.“

Das Bett „aus kaukasischem Nussbaum“, in dem er geboren wurde, sei noch vorhanden. Vorerst habe man es jedoch zur Seite geräumt, weil Sohn Andreas sich ein eigenes Zuhause im Obergeschoss schafft. „Das freut mich natürlich“, sagt der dreifache Vater. Seine Frau Annerose lernte er kennen, als er mit einer Party-Polonäse die Hochzeitsfeier im Nachbarhaus besuchte. „Ich habe gesungen, bis ich rausgeschmissen wurde.“

Von 1962 bis 1969 gehörte Kiene zu den Speerträgern, die damals ums Überleben kämpften. „Es gab Auseinandersetzungen mit einigen Herren im Stadtrat“, erinnert er sich. Zum 150-jährigen Bestehen 1964 legte Kiene ein Jahrbuch an, das er bis heute fortführt. Natürlich ist der Blickpunkt, dem Kiene von 1979 bis 2016 vorstand, sein Lebenswerk. Doch auch im Kirchenvorstand, Kneipp-Verein und Kegelclub 67 übernahm er jahrelang Initiative.

„Unsere Familie hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Beitrag für Fallersleben geleistet“, sagt der 75-Jährige. Er hütet einige Schätze, darunter ein Gesangbuch aus dem Jahr 1789 und den Propeller eines Flugzeugs, das der „Rote Baron“ geflogen haben soll. Stolz ist Kiene zudem auf den Westertorbrunnen, für den er 1978 die Patenschaft übernahm. Die artesische Quelle vor dem Haus sprudelt schon seit 1883, Kiene ließ das Trinkwasser mit Unterstützung der Stadt Wolfsburg ins steinerne Becken fließen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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