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Fallersleben Inklusion: Gemeinsam lernen ist nicht so einfach
Wolfsburg Fallersleben Inklusion: Gemeinsam lernen ist nicht so einfach
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22:50 23.05.2014
Inklusion: Unterrichts-Begleiterinnen wie Elke Erfurth (r.) und Sabine Engmann (kl. Bild r.) helfen Kindern mit speziellem Förderbedarf. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
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Der Siebenjährige hat zurzeit nur zwei Schulstunden pro Tag, seine Mitschüler vier bis sechs. „So kann er nichts lernen und bleibt ausgeschlossen“, kritisiert seine Mutter. Sie bezeichnet das als Mobbing, Schulleiterin Dittmer als pädagogische Maßnahme, die für den Schüler und seine Klasse gut sei.

Dittmer erläutert: „Die Lernziele für Kinder mit Beeinträchtigungen sind zum Teil niedriger. Wenn es so starke Probleme mit der Konzentration gibt wie hier, reduziert man die Anwesenheit in der Klasse.“ Auf Dauer solle das nicht so bleiben, versichert sie: Die Klassenlehrerin habe Unterstützung beim Lotte-Lemke-Förderzentrum angefragt – die komme Anfang Juni. Dann werde man weitersehen. „Wir haben ein gutes Netzwerk“, betont Dittmer, „es klappt super, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Davon möchte sie auch die Eltern des Siebenjährigen überzeugen.

Zehn Schulbegleiterinnen stehen in Fallersleben Kindern mit körperlichen, geistigen oder emotionalen Störungen zur Seite. Sabine Engmann und Elke Erfurth gehören dazu, ihre Schützlingen (seh- beziehungsweise lernbehindert) sind inzwischen in der dritten Klasse – und gut integriert. „Wir wissen, dass Inklusion Grenzen hat“, so Dittmer, „aber solange es gute Lernerfolge gibt, sind die Kinder am richtigen Platz.“

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