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Fallersleben In Fallersleben gibt’s einige Baustellen...
Wolfsburg Fallersleben In Fallersleben gibt’s einige Baustellen...
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19:28 13.07.2018
Ortsbürgermeisterin: Bärbel Weist (PUG) sprach im Sommer-Interview mit der WAZ über ihre Wünsche, Sorgen und Forderungen. Quelle: Sebastian Bisch
Fallersleben

Im Sommer sind Ferien – auch für die Lokalpolitiker. So richtig Urlaub haben die Ortsbürgermeister aber eigentlich nie, sie bleiben Ansprechpartner für die Daheimgebliebenen und bereiten sich schon auf die Herausforderungen im zweiten Halbjahr vor. Über ihre Wünsche, Sorgen, Forderungen und Hoffnungen sprach die WAZ mit Bärbel Weist, Ortsbürgermeisterin von Fallersleben und Sülfeld.

WAZ: Kurz vor der Sommerpause gab es im wieder geöffneten Hoffmannhaussaal ja noch eine rege Diskussion – über die geplante Erhaltungssatzung und eine spätere Gestaltungssatzung für die Fallersleber Altstadt. Gab es im Anschluss auch noch Fragen der Bürger an Sie?

Weist: Bei mir hat sich bisher noch niemand gemeldet. Zu den Ergebnissen zu kommen war eine Sisyphos-Arbeit und in den Schul- und Werksferien sind ja sehr viele in den Urlaub gefahren. Die Erhaltungssatzung für die Fallersleber Altstadt sehe ich als eine Herausforderung und als Pflichtaufgabe an, damit Fallersleben als Einkaufsort, als Wohnort und als touristischer und kultureller Standort seine Attraktivität erhält. Es gibt da noch viel Arbeit zu leisten. Und ich stehe für Gespräche gern zur Verfügung.

WAZ: Baustellen gibt es ja zurzeit einige im Ortsratsbereich – Schule, Volksbank, Mehrzweckhalle Sülfeld und das neue Wohngebiet Kleekamp sind die größten. Wie beurteilen Sie da die Entwicklung?

Weist: Die Schule ist offenbar eine unendliche Baustelle – dabei waren ja eigentlich alle Beschlüsse gefasst. Dort muss es im Außenbereich jetzt unbedingt zügiger voran gehen. Und im September soll es noch eine neue Ratsvorlage für den Realschultrakt geben. Nach viereinhalb Jahren Bauzeit hat sich gezeigt, dass auch dort einige funktionale Dinge geändert werden müssen.

WAZ: Worum genau geht es da?

Weist: Zum Beispiel sollen die Fenster in den Fassaden jetzt aus energetischen Gründen doch erneuert werden. Und in einigen Klassen gibt es noch alte Bodenbeläge. Es trägt nicht gerade zur Zufriedenheit bei, wenn die Ausstattung innerhalb eines Schulzentrums so unterschiedlich ist.

WAZ: Am Kleekamp stocken ja die Arbeiten...

Weist: Für den Kleekamp wäre mein Wunsch, dass der Geh- und Radweg zwischen Gifhorner Straße und Ehmer Straße so schnell wie möglich wieder geöffnet werden kann. Das ist eine ganz wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. Bei den Bauvorhaben in der Bahnhofstraße müssen die Arbeiten besser koordiniert werden. Für die Altstadt und die Geschäftsleute ist dieses Projekt ein Eingriff, der richtig weh tut. Bei den Abbrucharbeiten hätte mehr Rücksicht auf die Nachbarhäuser genommen werden müssen. Und die Bank hätte für die Dauer der Bauarbeiten Ersatzparkplätze schaffen können.

WAZ: Apropos Parkplätze: Geht es denn da an anderer Stelle wohl endlich voran?

Weist: Nein, die Stadt Wolfsburg lässt uns da total im Stich! Das Parkraumbewirtschaftungskonzept lag ja eigentlich schon vor und der Ortsrat hatte das letztlich auch mit dem Blickpunkt besprochen – aber es wird einfach nicht umgesetzt und die Stadt erfüllt auch unsere Wünsche für neue Parkflächen nicht. Meiner Meinung nach kann es kein flächendeckendes Konzept für die gesamte Stadt geben – jeder Bereich muss separat betrachtet werden. Deshalb verstehe ich nicht, warum wir weiter warten sollen. Ich rede mir seit Jahren den Mund fusselig! Der Ortsrat hat da ja auch schon mehr gemacht, als eigentlich seine Aufgabe wäre. Zum Beispiel bei der Aufstellung des Bebauungsplans Hafenstraße: Auf der Reservefläche zwischen den Gleisen und der Umgehungsstraße sollte auf jeden Fall neuer Parkraum geschaffen werden, am besten mit einem Parkhaus.

WAZ: Gibt es denn da schon Investoren?

Weist: Erst einmal müssen wir die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Aber immerhin hat ein Investor an der Hafenstraße jetzt auch auf seinem Grundstück Parkflächen eingerichtet. Da muss bei allen ein Umdenken stattfinden.

WAZ: Worauf freuen Sie sich im Herbst?

Weist: Erst einmal freue ich mich jetzt über eine gute Freibadsaison – auch wenn ich selbst wegen einer Verletzung nicht so oft ins Wasser konnte, wie ich wollte. Der Radweg an der Nordtangente wird ja leider nicht wie geplant fertig. Große Hoffnung habe ich aber darauf, dass wir neue Spielgeräte bekommen – sowohl für die Corveystraße in Fallersleben als auch für die Wettmershagener Straße in Sülfeld. Und auch die St.-Marien-Kita in Sülfeld wartet schon sehr lange!

WAZ: Und was muss bis Ende 2018 noch auf den Weg gebracht werden?

Weist: Die Erhaltungssatzung sollte vom Ortsrat und vom Rat beschlossen werden. Das Baugesetzbuch ist in den letzten Jahren mehrfach geändert worden, deshalb muss die etwa 20 Jahre alte Satzung auf den aktuellen Stand gebracht werden. Wie dringend notwendig das ist, haben Abbrüche und Neubauten in den letzten zwei Jahren gezeigt.

WAZ: Fahren Sie selbst eigentlich auch in den Urlaub?

Weist: Ich habe mit meiner Nichte zusammen eine Reise durch das Baltikum gebucht. Darauf freue ich mich sehr.

Von Andrea Müller-Kudelka

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