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Im Kerksiek gibt’s Zoff um Zierkies

Wolfsburg / Ehmen-Mörse Im Kerksiek gibt’s Zoff um Zierkies

Ehmen/Mörse. Unzufrieden mit der Regelung zur Gestaltung von Vorgärten sind Bürger im Kerksiek in Ehmen. „Warum werden Zierkies und Rindenmulch neuerdings als Versiegelung von Flächen eingestuft?“, fragt - stellvertretend für viele - Christian Klemm aus dem Maschhoop.

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Unmut im Kerksiek: Christian Klemm (l.) und Matthias Maass sind sauer, dass Zierkies und Rindenmulch auf Grundstücken als versiegelte Fläche eingestuft werden.

Quelle: Manfred Hensel

Klemm hatte geplant, die Erde unter den Pflanzen in seinem Vorgarten durch Kies auf einem Vlies zu ersetzen. So will er den Wuchs von Unkraut eindämmen. „Das Vlies ist zu 100 Prozent wasserdurchlässig“, betont er. Doch dann hörte er von Nachbarn, dass das trotzdem als Versiegelung gilt. „Einige sind schon angeschrieben und zum Rückbau aufgefordert worden“, so Klemm. „Das ist im Kerksiek das Top-Diskussionsthema“, berichtet er und fährt fort: „Selbst Sandspielkästen gelten anscheinend als Versiegelung; nur Rasen und Mutterboden nicht!“

Stadtsprecher Ralf Schmidt betont, das es sich mitnichten um eine neue Regelung, sondern um öffentliches Baurecht handele. Im Kerksiek gibt es rund 800 Grundstücke. „Bisher wurden dort 75 Eigentümer angeschrieben, davon wurden bereits 36 Grundstücke zurückgebaut“, berichtet er.

Versiegelt werden dürfen auf den Grundstücken bis zu 25 Prozent der Fläche durch das Haus und bis zu 37,5 Prozent mit Nebenanlagen. Dazu gehören Gartenhäuser, Sandkästen und befestigte Einfahrten. Der Rest müsse laut Landesrecht als Grünfläche gestaltet werden. „Auch wasserdurchlässiges Vlies und Kies sind keine Grünflächen“, so Schmidt. Das gelte im übrigen im gesamten Stadtgebiet, sofern keine örtliche Bauvorschrift im Rahmen des Bebauungsplans erlassen worden sei. Und die gebe es im Kerksiek nicht.

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