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Hoffmannhaus: Der Saal war einst eine Box-Arena

Wolfsburg-Fallersleben Hoffmannhaus: Der Saal war einst eine Box-Arena

Fallersleben . Das Hoffmanhaus in Fallersleben hat schon viele große Veranstaltungen gesehen. Nur wenige dürften aber wissen, dass hier einst regelmäßig Boxkämpfe stattfanden. Ein Zeitzeuge ist Paul Peller, heute 89 Jahre alt - er boxte selbst im Hoffmannhaus.

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Ring frei: Im Hoffmannhaus (l.) fanden einst Boxkämpfe der VfB-Staffel mit Paul Peller (r.) statt.

Quelle: Boris Baschin

Paul Peller war 1945 aus Schlesien nach Fallersleben gekommen, arbeitete bei VW und schloss sich der Boxstaffel des VfB Fallersleben an, die von 1946 bis 1950/51 bestand. „Wir waren 15 bis 18 Boxer“, so Peller. Trainiert wurde in einem Raum der Fallersleber Feuerwehr gegenüber vom damaligen Amtsgericht. „Meistens am Samstag, dann haben die Feuerwehrleute ihre Geräte beiseite geräumt und wir hatten Platz zum Boxen.“

Zu den Höhepunkten gehörten die Kampfabende im Hoffmannhaus. Auf der Bühne des Saales wurde ein Ring aufgebaut, dann fanden Vergleichskämpfe gegen Staffeln aus Braunschweig, Gifhorn oder Wolfsburg statt. „Im Hoffmannhaus war der Saal immer voll“, sagt Paul Peller, der im Halbschwergewicht antrat. „Die Stimmung war riesig“.

Mehrfach traten die Fallersleber auch in Gifhorn statt - im Schützenhaus oder im Hof des Schlosses vor vollen Rängen. Und auch in Wolfsburg waren die VfB-Faustkämpfer gern gesehen. Peller: „Oft fanden Kämpfe in einem Speisesaal des VW-Werkes statt“.

Im Jahr 1950 wechselte der VfB-Boxtrainer nach Gifhorn, „dadurch ist das Boxen in Fallersleben eingeschlafen“ so Paul Peller. Größten Wert legt er darauf, dass die Technik damals im Vordergrund stand. „Boxen ist nicht nur Schlagen, sondern auch Ausweichen“, sagt der 89-Jährige: „Dass ich heute in meinem Alter noch so klar denken kann, verdanke ich der Tatsache, dass ich meinen Kopf im Ring immer schnell genug weggezogen habe.“

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