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Hoffmann-Preis für Juli Zeh

Wolfsburg-Fallersleben Hoffmann-Preis für Juli Zeh

Sie ist charismatisch, klug und kritisch: Die bekannte Schriftstellerin Juli Zeh („Corpus Delicti“, „Nullzeit“) erhielt gestern Abend im CongressPark den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur. Dass die 39-Jährige den Preis auch wahrlich verdient hat, bewies sie mit einer spontanen, sehr persönlichen und - natürlich - kritischen Dankesrede.

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Preisträgerin Juli Zeh: Die Schriftstellerin erhielt gestern aus den Händen von Gerhard Döpkens (links) und Kurt Schuster (rechts) den mit 15.000 Euro dotierten Hoffmann-von-Fallersleben-Preis.

Quelle: Photowerk (bb)

Zwar hatte die Schriftstellerin auch eine Rede vorbereitet, „aber meine Vorredner haben ja schon alles über mich gesagt“, meinte sie vorwitzig. Stattdessen schilderte sie, warum sie bei einem angesehenen Wochen-Magazin nicht über das Urteil im so genanten Hebammen-Prozess schreiben durfte: weil sie eine andere Meinung zu dem Thema hatte, als eine Woche zuvor in der Zeitschrift publiziert wurde. Die Zusammenarbeit mit dem Blatt war danach passé.

Denn, so erklärte Juli Zeh gestern eindrucksvoll, Schriftsteller müssten sich politisch einmischen. „Wir sind frei. Wir sind keine Redakteure, Politiker, Experten oder Lobbyisten, wir werden nicht weggesperrt. Für uns besteht tatsächlich eine Form von Verpflichtung, sich einzumischen.“ Dafür erhielt sie spontanen, kräftigen Applaus.

Die Schriftstellerin Juli Zeh ist wie Laudator Wend Kässens sagte „seit ihre Kindheit obsessiv schreibend“. Ihre Romane, Essays und Theaterstücke behandeln Fragen nach Schuld, Verantwortung, Freiheit und Moral, sie erhielt bereits zahlreiche Auszeichnung, ihre Werke werden zum Teil in 35 Sprachen übersetzt. Zeh ist die achte Preisträgerin des mit 15.000 Euro dotierten und von der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg gestifteten Preises.

Kurt Schuster, Präsident der Hoffmann-Gesellschaft war „dankbar“ über das kulturelle Engagement der Sparkasse. Gerhard Döpkens, Sparkassen-Vorstand, erklärte daraufhin: „Wir werden uns auch weiterhin auf dem Gebiet engagieren.“

jes

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