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Hilfe für Straßenkinder in Nairobi

Wolfsburg-Fallersleben Hilfe für Straßenkinder in Nairobi

Fallersleben. Vor 35 Jahren reisten Dr. Christoph Stein und seine Frau Almut erstmals gemeinsam nach Afrika. Seitdem engagieren sich beide unermüdlich für Hilfs- und Spendenprojekte, die die Not in Slums oder Wüsten lindern.

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Verteilen Briefe an Nachbarn: Almut und Dr. Christoph Stein bitten um Spenden für ein Waisenhaus in Kenia.

Quelle: Photowerk (amü)

Neben dem Projekt „Wasser für Kenia“ unterstützen sie ein Waisenhaus und rufen zum Weltkindertag am 19. September zur Mithilfe auf.

500 Briefe hat das Ehepaar vorbereitet, um sie im Malerviertel in Fallersleben zu verteilen. Dort wohnen die Steins. Mit den Gedanken sind sie oft in Afrika, wo sie das Elend der Großstädte, die Tücken der Korruption aber auch die Dankbarkeit der Kinder kennengelernt haben, denen Spenden die Hoffnung auf Bildung, Nahrung und eine bessere Zukunft geben. Kinder wie Ann Njoki (siehe Text rechts).

„Es gibt in Nairobi vermutlich eine Million Straßenkinder“, sagt Dr. Stein. Speziell seit den 90er Jahren nehme die Zahl zu - Grund ist die Ausbreitung von Aids, die viele zu Waisen macht. „Das Kinderheim in Kenia, das wir kennengelernt haben, versucht ihre familiären Wurzeln zu finden und ihre Lebensumstände zu kontrollieren“, erzählt Almut Stein. Ohne Bildung und Perspektive driften sonst viele in Kriminalität und Sucht ab.

Ähnlich wie beim Projekt „Wasser für Kenia“ (WAZ berichtete) würden die Steins gern mit jungen Wolfsburgern zusammenarbeiten. „Wir möchten Klassen in den weiterführenden Schulen besuchen und bieten auch eine komplette Unterrichtseinheit an“, so Stein. Er weiß: „Armut und Leid sind frustrierend, das Elend versteckt sich in der Schule hinter Zahlenkolonnen. Aber wenn Schüler sehen, dass sie selbst etwas Positives bewirken können, öffnen sie sich dem Thema.“

amü

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