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Fallersleben Hohe Heizkostenpauschale ärgert Bürger im Hasenmorgen
Wolfsburg Fallersleben Hohe Heizkostenpauschale ärgert Bürger im Hasenmorgen
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00:20 29.10.2018
Hohe Kostenpauschale: Maximilian Preuß ist gar nicht begeistert vom neuesten LSW-Bescheid zur Heizkostenabrechnung. Quelle: Sebastian Bisch
Heiligendorf

Ein ökologisch beispielhaftes Baugebiet soll der Hasenmorgen in Heiligendorf sein. Die rund 60 Anwohner werden exklusiv über ein Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt. Maximilian Preuß ist bisher stolz darauf gewesen, sehr sparsam mit dieser Wärme umgegangen zu sein. Doch seit dem 1. Oktober gelten neue Verträge. Und die, so Preuß, seien ungerecht.

100 Euro fürs grüne Gewissen Wolfsburgs

Die Größe des Hauses spiele bei der neuen Berechnung nämlich keine Rolle. Wer viel in Isolierung investiert habe, werde dadurch bestraft. „Bisher habe ich etwa 45 Euro pro Monat Mehrkosten in Kauf genommen, da die Stadt Wolfsburg ein umweltfreundliches Konzept erproben wollte und wir kein Erdgas nutzen dürfen. In Zukunft darf ich 100 Euro mehr pro Monat für das grüne Gewissen der Stadt zahlen!“ Seine Vermutung: „Das Blockheizkraftwerk ist überdimensioniert. Und jetzt müssen Anwohner die Mehrkosten tragen.“

Spar-Effekt durch Dämmung ist gering

Bisher wurde nur der tatsächliche Verbrauch berechnet (86 Euro pro Megawatt in der Stunde). Jetzt kostet die Megawattstunde 35 Euro – plus 1380 Euro Pauschale pro Jahr. Dass das für alle gilt, sieht LSW-Sprecherin Birigit Wiechert nicht als Problem. „Hier stehen vergleichbare Immobilien – alle ähnlich isoliert“, sagt sie. Bisher seien die knapp 60 Haushalte über eine mobile Kesselanlage versorgt worden, auch die Berechnung sei nur ein Provisorium gewesen. Tatsächlich sei der Spar-Effekt zwar durch eine gute Dämmung eher gering, gesteht Wiechert. Zu groß sei das Blockheizkraftwerk trotzdem nicht. Eine Minderung der Pauschale wäre allerdings durchaus möglich, wenn deutlich mehr Anwohner über dieses Netz versorgt würden.

Bund der Energieverbraucher ist besorgt

Aufmerksam gemacht wurde durch Preuß’ Nachbar Markus Degener auch der „Bund der Energieverbraucher“. Laut Rechtsanwältin Leonora Holling, Vorsitzende des Vereins, ist die Erhöhung der Pauschale durch Energieversorger in Deutschland ein „flächendeckendes Problem“, seit der tatsächliche Verbrauch durch energiesparende Bauten sinke. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz beobachte diese Entwicklung ebenfalls mit Sorge, so Holling.

Ortsbürgermeister Marco Meiners sieht sich bestätigt. „Ich habe schon während der Planung gemahnt, dass neben der Ökologie auch die Ökonomie bedacht werden muss“, erinnert er, „aber der Hasenmorgen war von der politischen Mehrheit so gewollt.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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