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Fallersleben Heinenkamp bleibt das Klo der LKW-Fahrer
Wolfsburg Fallersleben Heinenkamp bleibt das Klo der LKW-Fahrer
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18:22 24.04.2018
Hygiene-Problem im Heinenkamp: Siegfried Struck ist sauer auf Verwaltung und Politik. Quelle: Roland Hermstein
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Heinenkamp

Die Big-Packs können das Hygiene-Problem im Heinenkamp II nicht lösen: Fahrer von Lkws nutzen das Gewerbegebiet weiterhin als Rastplatz und Toilette. Siegfried Struck stinkt das gewaltig. Sauer ist er vor allem auf Verwaltung und die Politik.

Big Packs gegen parkende Laster: Helfen tut’s nicht – Lkw-Fahrer weiter verrichten am Straßenrand ihre Notdurft wie man anhand der benutzten Taschentücher erkennt. Quelle: Roland Hermstein

Wer ein Gewerbegebiet immer weiter ausbaut, müsse sich auch um die Folgen kümmern, fordert er. Dazu gehört nach Strucks Ansicht eine Rastmöglichkeit mit sanitären Anlagen für die Lkw-Fahrer, die die Firmen beliefern. Er hat durchaus Verständnis für ihre Not. Allerdings keines für die Notdurft am Straßenrand.

Hattorf: Laster beliefern die Firmen im Heinenkamp. Quelle: Roland Hermstein

„Als ich mit meiner Tochter hier mit dem Fahrrad unterwegs war, mussten wir sehr genau aufpassen, wo wir hintreten“, erzählt er und zeigt auf Feuchttücher, die sich in den Büschen verfangen. „Bei der jüngsten Müllsammelaktion wurden alle gewarnt, Plastikflaschen mit breitem Hals nur mit Handschuhen anzufassen“, so Struck. Breithalsflaschen, erklärt er, würden von Lkw-Fahrern gern hinterm Steuer zum Auffangen von Urin benutzt und dann aus dem Fenster entsorgt.

Eine beschrankte Rastanlage

So weit, so eklig. Die Einrichtung eines regulären Rastplatzes ist allerdings umstritten. „Es fahren schon genügend Lkws durch Heiligendorf und Hattorf zum Heinenkamp. Wir wollen nicht, dass es noch mehr werden“, sagt Ortsbürgermeister Marco Meiners. Trotzdem sieht auch der Ortsrat Handlungsbedarf. Die Lösung könnte eine beschrankte Rastanlage sein, für die nur Zulieferer der ansässigen Betriebe Zugangskarten bekommen. Dafür müssten allerdings alle miteinander kooperieren, ein Grundstück müsste gefunden und die Finanzierung gesichert sein.

Dreck und Müll im Gebüsch: Siegfried Struck findet’s wie viele andere Anwohner ziemlich ekelig. Quelle: Roland Hermstein

Stadtsprecher Ralf Schmidt teilte der WAZ auf Nachfrage mit: „Derzeit wird mit den ortsansässigen Logistikern und den Logistikbestellern über eine Lösung gesprochen. Die Gespräche laufen in einer zielführenden Atmosphäre und basieren auf den Ergebnissen der letzten Kontrollen, der Abstimmungen mit dem Ortsrat und der zusätzlichen infrastrukturellen Sicherungen.“

Kontrollen werden fortgesetzt

Wann Taten folgen, ist unklar. Die Kontrollen würden in Zukunft weitergeführt und auf das Gebiet Heinenkamp I ausgedehnt – denn seit die Big Packs stehen, sei eine Verlagerung zu beobachten.

Von Andrea Müller-Kudelka

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