Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Fallersleben Hattorf liebt Störche – aber nicht ihren Kot
Wolfsburg Fallersleben Hattorf liebt Störche – aber nicht ihren Kot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 04.09.2017
Kot-Problem: Rund um den Schornstein mit dem Storchennest ist alles weiß gesprenkelt – in der Sandkiste kann man deshalb nicht mal mit Regenschirm-Schutz spielen. Quelle: Sebastian Bisch
Hattorf

Als die Störche im Juli auf der Plantage einzogen, war die Freude riesig: „Seit 1958 gab es kein Paar mehr in Hattorf, damals hatte der Blitz beim Bauern Tille eingeschlagen, wo es ein Nest gab“, weiß Hattorfs Ornithologe Gerd Trojahn. Zwei Storchenkinder gedeihen jetzt über dem Mehrgenerationenhaus ganz prächtig. Allerdings haben sie auch eine prächtige Verdauung. „In einem Radius von viereinhalb Metern rund um den Schornstein ist nichts mehr nutzbar“, seufzt Tim Fahse vom Verein „Raum zum Wachsen“.

Das Gestell für das Storchennest stammt noch von Vorbesitzer Arthur Brandt. Er hatte jahrelang auf gefiederte Untermieter gehofft. Eine Sandkiste hat der Verein mit Eröffnung des Mehrgenerationenhauses am Schornstein eingerichtet – sie ist jetzt trotz Abdeckung nicht nutzbar. „Das stinkt“, sagen die Kinder. Und eigentlich soll der „Raum zum Wachsen“ demnächst durch einen Pizzaofen bereichert werden; die Terrasse wäre ein idealer Platz. „Aber im Moment sieht das hier aus wie auf einer Guano-Plantage“, scherzt Fahse. „Wir brauchen einen Spritzschutz oder so. Wir müssen uns auf jeden Fall bis zum nächsten Jahr etwas überlegen.“

Er möchte die Klagen nicht falsch verstanden wissen. „Dass die Störche hier sind, ist total cool – alle freuen sich, vom Schulkind bis zum Rentner. Wir müssen eben einen Weg finden, dass wir koexistieren können.“ Vorerst beobachten alle – trotz der ungeliebten weißen Sprenkel – gespannt die Entwicklung der Vogelkinder. Kürzlich wurden die beiden jüngsten Störche Wolfsburgs von Storchenbetreuer Georg Fiedler mit Unterstützung der Vorsfelder Feuerwehr beringt. Er ist optimistisch, dass sie ihre Reise gen Süden im Herbst erfolgreich antreten können.

Von Andrea Müller-Kudelka

Ein mit Blaulicht fahrender Rettungswagen war am Samstag in Ehmen in einen Unfall verwickelt. Ein BMW nahm dem Fahrzeug die Vorfahrt, der Rettungswagen schleuderte anschließend noch gegen einen Golf.

04.09.2017

Er ist der berühmteste Sohn der Stadt, aber dort kaum öffentlich sichtbar. Hoffmann von Fallersleben soll als bronzene Skulptur schon bald den Piepenpahl-Platz aufwerten.

04.09.2017
Fallersleben Belastung im Schichtverkehr - Mörse: Stau rund um den Kreisel

Anwohner aus Mörse klagen über die Belastung im Schichtverkehr: Seit die neue Ampel an der Autobahnausfahrt in Betrieb ist, gebe es immer wieder lange Staus rund um den Kreisel. Die Lichtzeichenanlage wurde wegen der häufigen Unfälle an diesem Knotenpunkt aufgestellt.

01.09.2017