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Hagel, Wintereinbruch, Regen: Elf Jungstörche gestorben

Wolfsburg-Fallersleben Hagel, Wintereinbruch, Regen: Elf Jungstörche gestorben

Wintereinbruch im Frühling, Starkregen, trockener Sommer, Hagel: Wetterkapriolen setzten den Wolfsburger Störchen in diesem Jahr mächtig zu. „Mit 15 ausgeflogenen Jungtieren war die Bilanz so schlecht wie zuletzt 1993“, zog Wolfsburgs Storchenbetreuer Georg Fiedler gestern im Rathaus Bilanz.

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Dauereinsatz: Helfer von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Wehren retteten Jungtiere aus nass-kalten Nestern.

Quelle: Archiv

„Dieses Jahr war dramatisch“, betonte Umweltamtsleiter Dr. Horst Farny. „Ohne das Engagement von Georg Fiedler wären die Verluste noch deutlich größer.“ Ganze zwölf Jungstörche konnten das elterliche Nest ohne fremde Hilfe verlassen, drei weitere wurden im Artenschutzzentrum Leiferde aufgepäppelt. „Ohne die Hilfe der Wolfsburger Feuerwehr wären weitere Vögel gestorben“, stellte Fiedler klar. Nur mit Einsatz der Drehleiter (und eines Krans) sei es möglich gewesen, die geschwächten Tiere aus den Nestern zu holen. „Insgesamt sind elf Jungtiere gestorben“, so Fiedler. Die meisten seien dem Wintereinbruch und dem dreitägigen Dauerregen im Mai zum Opfer gefallen. „In alten Nestern lagen sie wie in einer Badewanne“, erklärte Fiedler. „Das Wasser konnte nicht versickern.“ Den Wintereinbruch hätten einige Tiere nur überlebt, weil sie im Biomüll der Mülldeponie oder in Müllcontainern Nahrung gefunden hätten. Er überlege jetzt, wie in Schleswig-Holstein auch im Raum Wolfsburg Sickergruben unter die Nester zu bauen, so Fiedler. Das könne man im Rahmen von Beringungsaktionen erledigen.

Hansgeorg Pudack vom Umweltamt der Stadt zog dennoch eine positive Bilanz: „1990 gab es in Wolfsburg ein brütendes Storchenpaar, heute sind es zwölf.“ Er führte das auch auf verschiedene Umweltschutzmaßnahmen der Stadt zurück.

bis

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