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Händler bieten Bonbons, Tee und Öle an

Kräutermarkt Fallersleben Händler bieten Bonbons, Tee und Öle an

Um elf Uhr war es gestern soweit: Der Schreiber der Herzogin Clara eröffnet zusammen mit Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist, beide in historischem Kostüm, den 3. Fallersleber Kräutermarkt. Ganz amtlich ermahnte der Schreiber Karl Trunk die Untertanen, viermal im Jahr einen Markt im Städtchen abzuhalten. Jedoch habe dieser nicht vor dem Gottesdienst stattzufinden.

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Gut besucht: Auf dem historischen Kräutermarkt im Fallersleber Schlosshof gab es Pflanzen, Gewürze, Eingemachtes, Deko-Artikel und Spirituosen zu kaufen.

Quelle: Sebastian Bisch

Fallersleben. Ferner verlangte er von Besuchern und Handelspersonal, „sich zu mäßigen und sich so zu benehmen, wie es geziehmt“. Und um den Nachdruck zu erhöhen, sangen die Fallersleber Herolde Wegner, Trunk und Hepe zwischenzeitlich noch einmal das Lied von der gestrengen Marktordnung.

Die Händler warteten an den 24 Ständen auf Kundschaft. Nach historischen Rezepten war der Sud des Kräuterbiers gebraut worden. Vieles, das aus Kräutern hergestellt oder verfeinert werden kann, wie Seife, Spirituosen oder Wein und Essig wurde angeboten. Auch Textilien, die mit Kräutermotiven bedruckt waren, konnten erworben werden. Eine Gärtnerei bot Setzlinge von Kräuterpflanzen an. Ferner tauchten auf der Angebotsliste der Handelstreibenden italienisches Brot und Laugenbrötchen mit eingebackenem Schnittlauch auf. Weitere Spezialitäten: Eierkränze, Kräuterbratwurst, Kräutersuppe, Soleier im Kräuterbad eingelegt, Kräuterschnäppse sowie Liköre und Öl mit Kräutern versetzt. Kräuterbonbons und Tees gehörten weiter zu den gefragten Artikeln.

Parallel zum Marktgeschehen liefen kleine Theaterstücke. Harald Eichholz und Fritz Wandschneider spielten „Der Deal mit den Pomeranzen und den Kühen“. Gisela Psenner und Reinhard Reupke befassten sich mit einem „Holzdiebstahl im Barnbruch.“ Einen Hauch vergangener Zeiten brachten Junker Joerg von der Bommelsburg von der Zunft der Schallmeyenspieler auf die Bühne. Nebenbei trieben die Bötzelhexen ihr Unwesen mit Scherzen und Schabernack.

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