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Fallersleben Mähdrescher rund um Wolfsburg laufen mit Hochdruck
Wolfsburg Fallersleben Mähdrescher rund um Wolfsburg laufen mit Hochdruck
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00:19 20.07.2018
Das notreife Getreide muss schnell geerntet werden: Auch bei Landwirt Eike Töpperwien läuft der Mähdrescher zwischen Almke und Hehlingen auf Hochtouren.
Wolfsburg

Einige Landwirte trotzen in Wolfsburg der wachsenden Stadt – und dem widrigen Wetter. Letztes Jahr waren Sturm und Wasser ihre Feinde, diesmal sorgt die Sonne für Sorgenfalten. „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, sagt Heinrich Otte jun.. Im Landvolk-Vorstand ist der Ehmener für den Bezirk Wolfsburg zuständig und drischt zurzeit gemeinsam mit dem Kollegen Kai Lindner Getreide.

Eigentlich wollten die Bauern ihre Dreschmaschinen erst in 14 Tagen aus der Scheune holen. „Aber das Getreide ist dort, wo nicht beregnet wird, notreif“, erklärt Otte – und das betrifft unter anderem den gesamten Hasenwinkel. Nur im Norden der Stadt, rund ums Klärwerk bei Brackstedt, wird Wasser mit dicken Schläuchen auf den Feldern verteilt. Dem Süden fehlt so ein System. Mit einzelnen Tankwagen zu sprengen, habe gar keinen Sinn, so Otte: „Man braucht tausende Liter!“

Schon im Mai zeichnete sich das Elend ab: Landwirt Kai Lindner vor einem sonnenverbrannten Weizenfeld bei Sülfeld. Quelle: Roland Hermstein

Seinetwegen brauche es in den nächsten zwei Wochen, solange die Getreideernte läuft, aber auch nicht mehr zu regnen. Denn das nütze dem Korn nichts mehr. Der Winterweizen habe diesmal nur etwa 50 Prozent des üblichen Ertrags gebracht, berichtet Otte. Eike Töpperwien aus Heiligendorf rechnet sogar nur mit etwa 30 Prozent. Immerhin habe ihn das Feuer während der Ernte (WAZ berichtete) bisher verschont, meint Töpperwien. Und er ist breit aufgestellt, hat auch Zuckerrüben und Mais angebaut. Lindner setzt zusätzlich auf Raps. Da läuft die Ernte gerade erst an.

Notreif: Wo nicht beregnet werden konnte, müssen Weizen und Roggen jetzt schleunigst vom Feld. Quelle: Britta Schulze

Aber auch da ist wahrscheinlich mit Einbußen zu rechnen. Die Feldfrüchte könnten ruhig noch etwas Wasser vertragen. „Die Rüben schlafen“, sagt die Barnstorferin Gundela Uhle. So sagten die Bauern schon früher, wenn die Zuckerrüben die trockenen Blätter hängen lassen.

Die Ernte läuft: Zurzeit ist das Getreide dran, danach folgen Mais und Zuckerrüben. Quelle: Britta Schulze

Es gibt nur noch sehr wenige Landwirte in der Region, die ihren Hof hauptberuflich betreiben. Die Abhängigkeit vom Wetter ist ein altes, die von der Vermarktungsindustrie ein neueres Problem. Selbst wenn der Preis laut Börse wegen schlechter Ernten oder hohen Bedarfs eigentlich steigen müsste, können sich kleine Landwirte am Markt nur schwer im Preiskampf behaupten. Ihnen fehlt ein Druckmittel: Der Händler kauft dann einfach beim nächsten. Oder im Ausland.

Von Andrea Müller-Kudelka

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